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Medienfinanzierung

In: Business and Management

Submitted By alannahbenfer
Words 3760
Pages 16
Hausarbeit zur Präsentation
Medienfinanzierung iTunes

Name: Alannah Katharin Benfer
Matrikelnummer:
Vorlesung: Medienfinanzierung
Dozent: Prof. Dr. Jens Müller

Inhaltsverzeichnis
1. Inhalt 3
2. Apple Inc. 3
3. Erlösquelle iTunes Store3
4. Relevanter Markt5
5. Branchenstrukturanalyse6
5.1 Markteintritt neuer Wettbewerber6
5.2 Verhandlungsstärke der Abnehmer6
5.3 Bedrohung durch Substitute7
5.4 Verhandlungsstärke der Lieferanten7
5.5 Wettbewerb innerhalb der Branche7
6. SWOT Analyse7
6.1 Strengths8
6.2 Weaknesses8
6.3 Opportunities8
6.4 Threats8
7. Business Model Canvas9
7.1 Value Proposition9
7.2 Customer Relationship9
7.3 Channels10
7.4 Customer Segments10
7.5 Key Activities10
7.6 Key Resources11
7.8 Key Partners11
7.9 Cost Structures11
7.10 Revenue Streams12
8. Fazit13

1. Inhalt
Im Rahmen der Vorlesung „Medienfinanzierung“ habe ich mich dazu entschlossen, in Zusammenarbeit mit meiner Kommilitonin Lara Winkler eine präsentierende Darstellung über die Medienfinanzierung des iTunes Stores zu erarbeiten und anschließend selbstständig eine Hausarbeit auszuarbeiten. Ziel dieser Arbeit ist die Beantwortung der Fragestellung, ob der iTunes Store auch in Zukunft die Vorreiterposition der online Distribution im audiovisuellen Sektor innehalten wird. Hierzu gehe ich zu Beginn auf das Unternehmen Apple an sich ein. Anschließend beziehe ich mich konkret auf die Erlösquelle iTunes und gehe auf den relevanten Markt ein. Mit Hilfe der Porters Five Forces bestimmte ich fortführend die Branchenattraktivität und erarbeite mit der SWOT Analyse eine Positionierung durch die Bestimmung der internen und externen Faktoren. Im Anschluss übertrage ich diese Informationen in die Business Model Canvas und gehe auf die einzelnen Komponenten dieser ein. Abschließend ziehe ich ein Fazit im Bezug zur aufgestellten These.

2. Apple Inc.
Apple Inc. ist ein US- amerikanischer, global führender Technologiekonzern mit Hauptsitz in Cupertino, Kalifornien. Das 1976 von Steve Jobs, Steve Wozniak und Ronald Wayne gegründete Unternehmen entwickelt, produziert und verkauft in sich geschlossene End-to-End-Elektronikprodukte wie Mobilgeräte, Computer und tragbare Musikplayer als auch die dazugehörige Software, Peripheriegeräte, Netzwerkprodukte sowie digitale Inhalte und Apps von Apple und Drittanbietern und zählt zu den Pionieren seiner Branche. Zu den bekanntesten Hardwareprodukten des Unternehmens zählen das iPhone, das iPad, der iPod, sowie die Notebooks und Computer der Reihe Mac. Sämtliche Produkte des Unternehmens verfügen über die Betriebssysteme iOS oder OS X und haben zudem Zugriff auf die iCloud zum Synchronisieren.[1] Mit Hilfe der Dienste iTunes Store, App Store, iBookstore und Mac App können digitale Inhalte und Apps erworben werden. Im August 2011 war Apple Inc. gemessen an der Marktkapitalisierung das wertvollste Unternehmen der Welt.[2]

3. Erlösquelle iTunes Store
Mit dem iTunes Store schaffte Apple Inc. ein funktionierendes Geschäftsmodell für den Vertrieb digitaler Inhalte. Das Leistungsspektrum des iTunes Stores umfasst mittlerweile mehr als 37 Millionen DRM-freie Songs in hoher Qualität von allen großen Musikkonzernen und den meisten Independent Labels. Hinzu kommen circa 150.000 kostenlose Podcasts, sowie 650.000 Apps für iPad, iPhone, iPad, PC und Mac. Darüber hinaus verfügt der iTunes Store über circa 27.000 Hörbücher, ungefähr 85.000 Folgen von TV-Serien und über 45.000 Filme in oftmals HD-Auflösung.[3] Heute gilt der iTunes Store als erfolgreichstes Softwareprogramm im Musik-Download-Bereich. Der Funktionsumfang ist nicht nur auf das Abspielen von Inhalten beschränkt, sondern ermöglicht dem Konsumenten das Organisieren und Konvertieren, sowie das Brennen und Kaufen von verschiedenen Inhalten wie Musik, Filmen, Apps, Podcasts, Hörbüchern und Spielen. In Verbindung mit dem App Store sind diese beiden

Erlösquellen mittlerweile tragende Säulen für Apple
Inc.. Mit dem iTunes Store dominiert Apple den digitalen Musikmarkt 2011 mit einem Anteil von
76[4] Prozent und einen Gesamtmarktanteil von
38,23[5] Prozent noch immer klar und kommt auf einen
Marktumsatz von rund 6,9[6] Milliarden Dollar jährlich.
So haben sich die Umsätze die Apple mit iTunes generiert in den vergangenen sieben Jahren verfünffacht.
Um diese steigende Tendenz weiter beizubehalten entwickelt der iTunes Store neue Wege, dem Kunden einen Rundum-Service zu bieten. Hierzu zählt das sogenannte iTunes Match[7], welches 2011 vorerst nur in den USA und dann auch auf dem deutschen Markt eingeführt wurde. iTunes Match ist ein werbefreier Musik-Nachkaufdienst der in Deutschland zu einer Jahresgebühr von 24,99 Euro erworben werden kann. Dem Kunden ist es mit diesem Dienst somit möglich, Titel aus seiner Mediathek, die nicht über iTunes erworben wurden, auf bis zu zehn Geräten wiederzugeben.

Durch das Speichern der gesamten Mediathek in der iCloud ist das Abspielen jederzeit und überall möglich. Außerdem verbessert iTunes
Match automatisch die Qualität hochgeladener
Titel, welches einen Vorteil beim downloaden von Titeln mit niedriger Qualität mit sich bringt.
Auch die Einschränkung der Verwendung von iTunes, die Android-Nutzer ausschließt bringt einen positiven Effekt mit sich, denn dem Kunden wird eine komfortable und schnelle Einrichtung des Dienstes ohne Installationen ermöglicht. iTunes Match bereinigt zudem die Bibliotheken von illegal kopierter Musik und führt 70 Prozent der Abo-Einnahmen an die Künstler als Entschädigung für Piraterie ab, dies hebt den Dienst zunehmend von seinen Konkurrenten ab.[8]
Auch das iTunes Radio[9], welches bislang nur seit 2013 in den USA auf dem Mark ist, zählt zu den Erneuerungen im iTunes Store. Das iTunes Radio ist der erste Streaming-Service von Apple und umfasst 200 Sender und bieten dem Kunden somit eine umfassende Sammlung an verschiedenen Genres. Das Angebot ist kostenlos, jedoch aus diesem Grund werbefinanziert. Das Nutzenversprechen bei diesem Dienst ist die Individualität. Je mehr ein Kunde den Dienst benutzt, desto personalisierter wird der eigene Sender. Neben dem selbstzusammengestellten Mix strebt Apple auch die Übertragung des iTunes Festivals und ähnlichen Veranstaltungen durch Live-Streams an.[10]
Das iTunes Festival ist eine weitere Einnahmequelle von iTunes. Das iTunes Festival ist eine Reihe von 30 Konzerten und findet seit 2007 jährlich in London statt. Hierbei sind die Tickets stark limitiert und nicht zu kaufen, sondern werden per Losverfahren vergeben. Die 30 Konzerte sind für eine gewisse Zeit kostenlos zu sehen und können anschließend kostenpflichtig erworben werben. Das Verfolgen des Festivals via Livestream ist jedoch kostenlos. Weitere Erlöse erzielt iTunes mit dem Verkauf von einzelnen Liedern der Künstler des iTunes Festivals für 0,99 Euro oder 1,29 Euro, sowie mit dem Verkauf der Titel der vergangenen Festivals.[11]

4. Relevanter Markt
Der digitale Musikmarkt ist Teil des gesamten Musikmarktes und wird durch verschiedene Akteure bestimmt. Hierzu zählen einerseits die Musikindustrie, d.h. Record Labels, das Verbreitungsmedium Internet, sowie die Distributoren. Letztere unterteilen sich zum einen in Download-Dienste und zum anderen in Streaming-Dienste. Nach jahrelangen Umsatzeinbrüchen schlägt der internationale Musikmarkt langsam einen Erfolgskurs ein. Der Gesamtmarkt stieg um circa 0,3 Prozent auf 16,5 Milliarden Dollar an, was erstmals den ersten Anstieg des Umsatzes, durch das anhaltende Wachstum in den digitalen Geschäftsfeldern, seit 1999 bedeutet. Die weltweiten Umsätze mit Download- und werbefinanzierten Streaming-Diensten 2013 erhöhten sich außerdem im Vergleich zu 2012 um 9 Prozent. Somit verbucht der Digitalmarkt aktuell einen Anteil von 34 Prozent am weltweiten Umsatz mit Musikverkäufen. Die Download-Verkäufe machen demnach heute 70 Prozent, die Einnahmen der Streaming-Dienste hingegen nur 10 Prozent der Digitalumsätze aus. In Deutschland liegt der Anteil des Digitalmarktes bei gerade einmal 20 Prozent, da viele Menschen hier nach wie vor auf die CD zurückgreifen. Jedoch steigt die Anzahl der Online-Dienste kontinuierlich an und auch die Akzeptanz gegenüber dieser, nimmt in der Bevölkerung stetig zu.[12]

5. Branchenstrukturanalyse
Die Branchenstrukturanalyse dient der Bestimmung der Attraktivität einer Branche. Hierzu werden die fünf Komponenten der Branchenstruktur („Five Forces") analysiert und bewertet[13]: Verhandlungsstärke der Lieferanten, Verhandlungsstärke der Abnehmer, Markteintritt neuer Wettbewerber, Bedrohung durch Substitute und Wettbewerb innerhalb der Branche.
5.1 Markteintritt neuer Wettbewerber
Im Internetmedienbereich bestehen strukturelle, strategische und institutionelle Markteintrittsbarrieren, wobei letztere aufgrund des geringen Regulierungsumfangs keine große Rolle spielen. Zu den strukturellen Markteintrittsbarrieren zählen im Fall des iTunes Stores der hohe First Copy Cost Effekt. Etablierten Unternehmen wie iTunes ist es somit möglich durch eine große Ausdehnbarkeit des Produktionsumfangs, immer weiter fallende Stückkosten entgegenzunehmen. Auch Netzwerkeffekte, d.h. positive Beziehungen zwischen dem Produktnutzen und der Anzahl an Nutzern, zählen zu den strukturellen Markteintrittsbarrieren. Denn mit steigenden Nutzerzahlen ergibt sich ein wachsender Marktanteil, der bei iTunes bei 76 Prozent liegt. iTunes ist es mit Hilfe dieser positiven Effekte möglich gewesen, das Downloadangebot durch den Erwerb von Lizenzen zu erhöhen und das Produktnutzen weiterhin zu erhöhen. Als strategische Markteintrittsbarriere ist die Marke Apple an sich zu sehen.
5.2 Verhandlungsstärke der Abnehmer
Die Verhandlungsstärke der Abnehmer erscheint auf den ersten Blick hoch, da augenscheinlich eine hohe Abhängigkeit besteht. Bei genauerer Betrachtung erweist sich die Verhandlungsstärke jedoch als eher gering, denn Apple verkauft dem Kunden zuerst die Hardware, wie den iPod oder das iPhone. Diese Geräte sind in der Lage digitale Inhalte abzuspielen. Anschließend verkauft Apple dem Kunden mit Hilfe des iTunes Stores Inhalte, die mit diesen Geräten abgespielt werden können, so entsteht ein Teufelskreis für den Kunden. Die Switching Costs sind für den Kunden aufgrund der Tatsache, dass die erworbenen Inhalte nicht auf anderen Nicht-Apple-Geräten abgespielt werden können sehr hoch. Der Kunde wird durch einen Lock-in Effekt an den iTunes Store und das Unternehmen Apple an sich gebunden.
5.3 Bedrohung durch Substitute
Streaming-Dienste wie Spotify sind mögliche Substitute für den iTunes Store, sind aber zurzeit nicht ausgereift genug, um eine wirkliche Bedrohung darzustellen. Der iTunes Store zeichnet sich durch seine einzigartige Inhalte-Vielfalt und die hervorragende Qualität aus, über die sonst kein anderer Anbieter verfügt.
5.4 Verhandlungsstärke der Lieferanten
Die Musikindustrie und deren Record Labels, wie die Universal Music Group, sind die Lieferanten des iTunes Stores. Auch sie haben jedoch nur eine geringe Verhandlungsstärke, da der iTunes Store einen Marktanteil von 76 Prozent in der Verbreitung digitaler Musik hat. Die Record Labels haben somit keine große Auswahl und müssen gezwungenermaßen den Bedingungen und den Konditionen von Apple zustimmen. Denn wenn die Record Labels auf den iTunes Store verzichten, müssen sie mit hohen Erlöseinbußen rechnen. Eine weitere Misere für die Musikindustrie ist zudem, dass Apple 40[14] Prozent der Erlöse der Musikverkäufe einbehält.
5.5 Wettbewerb innerhalb der Branche
In der Branche der online Distribution audiovisueller Inhalte gibt es verschiedene Konkurrenten für Apple iTunes. Hierzu zählen Online Streaming Dienste wie Spotify und Google Music All Access. Jedoch stellen diese zum jetzigen Zeitpunkt keine große Bedrohung für den iTunes Store dar. Apple hat mit der Einführung des Dienstes iTunes Match auf dem Gebiet des Streamings nachgerüstet. Preislich liegt der iTunes Dienst zwar meist über dem seiner Konkurrenten, jedoch überzeugt er dank seiner einfachen Bedienbarkeit und der reibungslosen Kompatibilität mit den Apple Geräten.[15]Zudem hat der Kunde des iTunes Stores einen immensen Vorteil gegenüber einem Streaming-Kunden, die gekauften Inhalte gehören ihm auch. Sollte der Streaming-Dienst einmal vom Markt verschwinden, oder das Abonnement gekündigt werden, so bleiben dem Kunden keine Inhalte erhalten.
6. SWOT Analyse
Apples iTunes Store hält global die marktführende Position. Die SWOT Analyse stellt eine Positionierungsanalyse der eigenen Aktivitäten gegenüber dem Wettbewerb dar. Die Ergebnisse der externen Unternehmens-Umfeld-Analyse werden zunächst in Form eines Chancen-Risiken-Katalogs zusammengestellt und dem Stärken-Schwächen-Profil der internen Unternehmensanalyse gegenübergestellt.[16]
6.1 Strengths
Als größte Stärke des iTunes Stores gilt die Vorreiterposition, die in der Branche stark umkämpft ist. Der iTunes Store ist mit 76 Prozent internationaler Marktführer im Bereich des digitalen Musikmarktes. Durch diese Position ist es dem iTunes Store möglich Lizenzen für Titel zu erwerben und somit den Produktnutzen für den Kunden weiterhin zu erhöhen. Auch die Konvergenz-Strategie, welche die Produktbündelung von Software, Hardware und Inhalt umfasst zählt zu den Stärken des Unternehmens. Dazu kommt das all-inclusive Software Paket welches der Store zur Verfügung stellt und auch der Lock-in Effekt, der die Kunden durch die schwere Umgewöhnung an andere Anbieter, an das Unternehmen bindet. Das „Sleek Design“ und die Marke Apple an sich zählen durch die Vermittlung eines positiven Images zusätzlich zu den enormen Stärken des Unternehmens. Zudem sorgt die Kompatibilität mit Apple Produkten, mit Ausnahme von Computern, für Switching Costs die bei einem Anbieterwechsel für die Kunden entstehen würden.
6.2 Weaknesses
Jedoch kann diese ausschließliche Kompatibilität mit Apple Geräten auch eine Schwäche darstellen, da potentielle Kunden sich ohne Apple Geräte in der Benutzung eingeschränkt sehen. Auch der fehlende Erfolg auf dem deutschen Markt zeichnet eine Schwäche des iTunes Stores aus. In Deutschland greifen viele Menschen immer noch zur traditionellen CD und sind noch nicht vom Online-Kauf überzeugt.
6.3 Opportunities
Möglichkeiten für den iTunes Store sind neue Technologien und Innovationen, wie z.B. den Einstieg in den Gaming Sektor oder die Nutzung der Konnektivität mit Social Media Plattformen. Da das Streaming zunehmend an Bedeutung gewinnt wäre der Ausbau in diesem Bereich, auch auf andere Länder neben den USA, für den iTunes Store eine Möglichkeit. Außerdem könnte der iTunes Store seinen Long Tail Vorteil aufgrund des weiten Spektrums an Inhalten weiterhin nutzen. Durch den immer stärker werdenden Drang nach Individualität in der Gesellschaft, werden Nischenprodukte auch in Zukunft eine große Nachfrage haben.
6.4 Threats
Eine Gefahr für den iTunes Store könnten die Streaming Service Anbieter sein, die zunehmend auf dem Vormarsch sind und den Download ersetzen könnten.

7. Business Model Canvas
Die Business Model Canvas ist ein Tool des strategischen Managements um Geschäftsmodelle visualisierend darzustellen.
Ein Geschäftsmodell, in diesem Fall der iTunes
Store, setzt sich demnach aus neun Komponenten, anhand derer sich die Struktur des Unternehmens erklären lässt, zusammen. Zu diesen zählen das
Nutzenversprechen, die Kundenbeziehungen, die Vertriebskanäle und das Kundensegment, die wichtigsten Partner, Aktivitäten und Ressourcen, wie auch die Kostenstruktur und die Einnahmequellen.

7.1 Value Proposition
Die Value Proposition beschreibt welchen Nutzen der Konsument durch dieses Modell erlangen kann. Der iTunes Store liefert Nutzenversprechen an drei elementar verschiedene Anspruchsgruppen.
Value Proposition gegenüber dem Konsumenten
Mit dem iTunes Store entwickelte Apple eine neue Value Proposition, da es dem Nutzer eine enorme Auswahl an Musik zum legalen Download bereitstellt. In Kombination mit der angebotenen Hardware ergibt sich somit eine einzigartige Value Proposition.[17] Der Konsument des iTunes Stores verspricht sich mit der Nutzung außerdem Unterhaltung und eine Identifikation durch den Erwerb und den Konsum von Musikprodukten. Außerdem bietet der iTunes Store dem Konsumenten Selektionsmöglichkeiten und die Option Inhalte auszuprobieren. Des Weiteren ermöglicht der iTunes Store dem Konsumenten die Möglichkeit sich eine individuelle Sammlung an Inhalten zu erstellen.
Value Proposition gegenüber der Musikindustrie
Der iTunes Store bietet der Musikindustrie die Chance die Kunden, die in illegale Tauschbörsen abgedriftet sind durch das kundenbezogene und moderne Angebot wieder zu bezahlenden Kunden zu machen.
Value Proposition gegenüber den Künstlern
Der iTunes Store liefert den Künstlern ein elektronisches Fachportal um Ideen und Inhalte bekannt zu machen. Außerdem generiert der iTunes Store durch Gewinnbeteiligungen das Einkommen der Künstler, welche unter Verträgen innerhalb der Musikindustrie deutlich niedriger ist.

7.2 Customer

Die Zufriedenheit der Kunden ist von hoher Relevanz. Der iTunes Store tritt in Form des Self-Service mit seinen Kunden in Kontakt. Hierbei steht vor allem das Online Helpdesk im Vordergrund. Das Helpdesk-System verschafft einen guten Überblick und es kann schnell auf Kundenanfragen reagiert werden. Mit Hilfe der webbasierten Helpdesk-Software werden Fragen, Beschwerden, Fehler und Probleme gleich an die richtigen Service-Mitarbeiter weitergeleitet und können zeitnah bearbeitet werden. Durch die Entwicklung des Internets und die dadurch entstandenen Social Media Plattformen, haben sich für den iTunes Store neue Möglichkeiten der Kundenbeziehung eröffnet. So ist der iTunes Store in der Lage über Facebook und Twitter eine interaktive Beziehung mit dem Kunden aufzubauen. Durch die zeitnahe Bearbeitung von Fragen schwindet die Distanz zwischen dem Unternehmen und seinen Kunden. Darüber hinaus bieten die sozialen Netzwerke, durch ihre immense Reichweite, dem Unternehmen eine Plattform für Marketing und PR-Maßnahmen, wie auch zur Neukundenakquise. Hinzu kommt außerdem die „Apple Support Community“, welche in verschiedene Themenbereiche eingeteilt ist, in der sich Apple-Nutzer rund um den Globus austauschen können.[18]
7.3 Channels
Die Kanäle, durch die der iTunes Store mit potentiellen Kunden in Kontakt tritt, lassen sich in vier Schritte gliedern. Zu Beginn versucht der iTunes Store die Aufmerksamkeit potentieller Kunden zu wecken, dies geschieht durch Werbespots im TT, in erster Linie aber durch den Internetauftritt von iTunes. Ist bei dem potentiellen Kunden erst die Aufmerksamkeit geweckt, informiert sich dieser über den iTunes Store mit Hilfe von Foren und Meinungen andere. Der potentielle Kunde wird im besten Fall daraufhin zum Neukunden, dies geschieht durch den Kauf im eigentlichen Store unter iTunes.com. Ein weiterer Vertriebskanal ist jedoch auch

der Verkauf von Geschenkkarten im Einzelhandel.

Nach dem Kauf bleibt der iTunes Store durch Apple Care und den Apple Store weiterhin mit dem Kunden in Kontakt. Die verschiedenen Kanäle, durch die die potentiellen Kunden angesprochen werden, sowie die unterschiedlichen Vertriebswege führen in Summe zu einer Steigerung der Kundenzufriedenheit und einem steigenden Bekanntheitsgrad der Marke iTunes.
7.4 Customer Segment
Das Kundensegment des iTunes Stores sind in erster Linie Apple Liebhaber und Besitzer von kompatiblen Geräten wie iPod, iPad und iPhone, sowie auch „Gadget“ Affine. Des Weiteren zählt auch der breite Massenmarkt zum Kundensegment vom iTunes Store, da Apple an sich als sehr modern gilt. Weitere Kundensegmente sind, wie bereits bei der Value Proposition genannt, die Musikindustrie und die Künstler.
7.5 Key Activities
Die Hauptaktivitäten des iTunes Stores sind vielfältig. In erster Linie ist die Entwicklung der Software von oberster Priorität, da sie die Basis des iTunes Stores bildet. Auch das Hardware Design gehört zu den Hauptaktivitäten, da das Unternehmen auf die Konvergenzstrategie von Hardware, Software und Inhalt aufbaut. Außerdem betreibt der iTunes Store gezielt Brand Management um die Marke iTunes weiterhin am Markt zu positionieren. Das oberste Ziel ist die Steigerung des Markenwerts und somit gleichzeitig auch eine Steigerung des Unternehmenswerts. Auch im Bereich Relationshipmanagement ist der iTunes Store nicht untätig. Beziehungen zu bestehenden Kunden spielen eine signifikante Rolle, aus diesem Grund konzentriert sich der iTunes Store auf den Aufbau einer langfristigen Kundenbeziehung, um somit Wettbewerbsvorteile gegenüber Konkurrenten zu erreichen. In Verbindung damit strebt der iTunes Store, durch ein aktives Beschwerdemanagement[19], eine Erhöhung der Customer Equity[20] an.
7.6 Key Resources
Die Kernressourcen des iTunes Stores gliedern sich in personelle, materielle und immaterielle Ressourcen. Die entwickelte Software zählt zu den immateriellen Ressourcen des Unternehmens. Die Programmierer dieser Software, wie auch die Hardware-Designer zählen zu den personellen Ressourcen des Unternehmens. Zu den materiellen Ressourcen des iTunes Stores gehört die technische Ausstattung des Unternehmens. Des Weiteren ist der große und ansteigende Kundenstamm nicht außen vor zu lassen, wie auch die Vormachtstellung im online Musikdownloadbereich. Eine weitere immaterielle Schlüsselressource ist die Marke „Apple“ an sich und weitere Patente.
7.8 Key Partners
Der iTunes Store ist ein Tochterunternehmen der Apple Inc., somit wir der iTunes Store zu einem integrierten, globalen Medienkonzern und mögliche Verluste und Umsatzeinbrüche können durch Apple Inc. aufgefangen werden. Zudem hilft die Verbindung zwischen Hardware und Software dem iTunes Store Erlöse zu generieren und das Produktportpolio von Apple Inc. weiter zu vergrößern. . Zu den Partnern des iTunes Stores zählen zudem vor allem die Musikindustrie und die Künstler als Vertriebspartner, die dem Store die Inhalte liefern und Lizenzen erteilen. Hierzu gehören z.B. die Universal Music Group, Sony Music, Facebook und Twitter. Unternehmen können durch das iTunes -, App Store & Mac App Store Affiliation-Programm[21] ihre Website oder App mit medialen Inhalten verlinken. Als Mitglied dieses Programms verdienen die Unternehmen bei qualifizieren Verkäufen eine Provision.
7.9 Cost Structure
Die Kostenstruktur setzt sich aus verschiedenen Bestandteilen zusammen. Zum einen müssen die Mitarbeiter in den verschiedenen Abteilungen bezahlt werden. Außerdem fallen Kosten für die Hard- und Software an, wobei letztere vom First Copy Cost Effect profitieren können. Die Software muss nur einmal sehr kostspielig entwickelt werden und kann danach beliebig und mit geringen Kosten dupliziert werden. Ein weiterer Kostenfaktor bilden zudem das Marketing und Sales, wie auch Lizenzen und Rechte. Im Zusammenhang mit den Kosten macht sich der iTunes Store die Economies of Scale durch die Weiterverwendung einmal erstellter Inhalte zu Nutze.
7.10 Revenue Streams
Zu den Einnahmequellen gehören die Inhalte-Verkäufe die pro Einheit oder pro Paket bezahlt werden. Hierbei bezahlt der Kunde 0,69 Euro für ältere Titel, 0,99 Euro für aktuelle Stücke und 1,29 Euro für neue „Hits“.[22] Auch Verkäufe von Geschenkkarten sind eine Einnahmequelle des Stores, Geschenkkarten sind in Höhe von 15, 25,50 und 100 Euro zu erwerben. Zudem vertreibt der iTunes Store Softwarepakete wie das AppleCare Help Desk[23], welches einen 24 Stunden Support Service für Kunden verspricht, oder das AppleCare Technician Training[24], welches eine Schulung von Apple Experten im Bezug auf Technik beinhaltet. Außerdem bezahlt iTunes die Inhalte-Anbieter erst nachdem der Kunde etwas gekauft hat, somit muss der Store nicht in Vorkasse treten.

8. Fazit
Durch den Erfolg mit dem Downloadportal iTunes Store hat Apple Inc. eine Vormachtstellung im Bereich der online Distribution im audiovisuellen Sektor. Diese Stellung wird jedoch mittlerweile durch zahlreiche Konkurrenten, wie den Streaming-Dienst Spotify bedroht.
Apple Inc. ist folglich gezwungen sich dieser Konkurrenz zu stellen und sich durch Innovationen und neue Technologien weiterhin die Vormachtstellung zu sichern. Mit Innovationen wie iTunes Match in Verbindung mit der iCloud hat Apple Inc. bereits einen Entwicklungsschritt in Sachen Qualität und Funktionalität gemacht und somit seine Marktposition mit dem iTunes Store erfolgreich gestärkt.

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[ 1 ]. http://www.finanzen.net/unternehmensprofil/Apple
[ 2 ]. http://www.goyax.de/apple-Portrait
[ 3 ]. Wirtz, Bernd: Medien- und Internetmanagement; 8. Auflage: Springer Verlag Wiesbaden 2013: S. 612
[ 4 ]. http://www.musikmarkt.de/Aktuell/News/Wie-gross-ist-iTunes-wirklich
[ 5 ]. http://www.musikmarkt.de/Aktuell/News/Wie-gross-ist-iTunes-wirklich
[ 6 ]. http://www.zdnet.de/88159483/analyst-itunes-kommt-bei-digitaler-musik-auf-einen-marktanteil-von-74-prozent/
[ 7 ]. http://www.apple.com/de/itunes/itunes-match/
[ 8 ]. http://artikel.softonic.de/im-vergleich-itunes-match-google-play-music-und-amazon-cloud-player-02-01-2013
[ 9 ]. http://www.apple.com/itunes/itunes-radio/
[ 10 ]. http://www.giga.de/webapps/itunes-radio-apple/
[ 11 ]. http://www.derwesten.de/wirtschaft/digital/katy-perry-schliesst-itunes-festival-2013-id8514296.html
[ 12 ]. http://www.musikindustrie.de/aktuell_einzel/back/84/news/digitaler-musikmarkt-waechst-in-deutschland-um-fast-20-prozent/
[ 13 ]. http://www.manager-wiki.com/externe-analyse/22-branchenstrukturanalyse-qfive-forcesq-nach-porter
[ 14 ]. http://www.giga.de/downloads/itunes/news/itunes-halt-60-prozent-anteil-am-digitalen-musik-markt/
[ 15 ]. http://www.macworld.co.uk/review/audio-music/google-play-vs-itunes-match-which-mac-music-streaming-service-should-you-buy-3472227/
[ 16 ]. http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/swot-analyse.html
[ 17 ]. Wirtz, Bernd: Medien- und Internetmanagement, 8. Auflage; Springer Verlag Wiesbaden 2013, S. 609
[ 18 ]. https://discussions.apple.com/index.jspa
[ 19 ]. http://support.apple.com/kb/HE57?viewlocale=de_DE
[ 20 ]. http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/customer-equity.html
[ 21 ]. http://www.apple.com/de/itunes/affiliates/
[ 22 ]. http://www.bild.de/digital/technikwelt/euro/neue-preise-7936722.bild.html
[ 23 ]. https://www.apple.com/de/support/products/enterprise/help.html
[ 24 ]. https://www.apple.com/de/support/products/enterprise/help.html

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