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Täuschung

In: Business and Management

Submitted By hnnh
Words 8672
Pages 35
Gliederung

Täuschung 2 1 Einleitung 2 2 Hauptteil 2 2.1 Wann lügen Menschen? 2 2.2 Wie zeigt sich eine Lüge? 4 2.2.1 Übersicht über verschiedene Täuschungen 4 2.2.2 Widersprüchliche Signale 5 2.2.3 Körpersprache die zur Täuschung eingesetzt wird 6 2.3 Enttarnen einer Täuschung 8 2.3.1 Anzeichen einer Täuschung im autonomen Nervensystem 9 2.3.2 Anzeichen einer Täuschung in der Mimik 10 2.3.3 Anzeichen einer Täuschung in der Gestik 15 2.3.4 Krankenschwestern-Experiment 16 2.3.5 Lügendetektor 17 2.4 Gezielte Täuschung - Manipulation 20 2.4.1 Definition 20 2.4.2 Manipulation im Arbeitsleben 22 2.4.3 Typische Manipulationstechniken 23 2.4.4 Abwehrtechniken 26 3 Schluss 28 4 Quellen 29 4.1 Internetquellen 29 4.2 Literatur 30

Täuschung
Einleitung
Wir schreiben das Jahr 2014. Es vergeht wohl kein Tag, an dem wir nicht mit Täuschungen und Lügen in Kontakt geraten. Seien es angebliche Sparangebote im Supermarkt, optische Täuschungen beim Bummeln durch die Stadt oder das neueste Gerücht, dass uns die Nachbarin durch die Hecke steckt. Überall tummeln sich beabsichtigte oder auch unbeabsichtigte Manipulationen unserer Wahrnehmung. Doch was ist das für ein Phänomen? Ist es ein weiteres, neues Resultat unserer modernen Überflussgesellschaft, die angeblich alles dem Erfolg unterordnet? Faktisch gesehen kann das klar verneint werden. Wenn man den Blick in die ferne Vergangenheit wagt, wird man feststellen, dass schon die Schlange in der jüdischen Entstehungsgeschichte Eva mit der Frucht verführt und sie so gezielt täuscht. Auch wenn sich der Wahrheitsgehalt dieser Geschichte bis heute nicht eindeutig beweisen lässt, zeigt es dennoch, dass die Menschheit schon immer mit Täuschungen, Lügen und Manipulation konfrontiert wurde.
Im Verlauf dieser Arbeit wird daher gezielt darauf eingegangen, wann und aus welchen Gründen Menschen lügen, wie sich dieses Verhalten in Mimik und Gestik zeigt und wie man Täuschungen erfolgreich entlarvt. Zusätzlich wird über die gezielte Täuschung, die Manipulation informiert.

Hauptteil
Wann lügen Menschen?
Lügen ist seit Jahrhunderten eine der wohl weitverbreitetsten Angewohnheiten der Menschheit. Schon Nietzsche stellte fest: „Die Menschen lügen unsäglich oft. “ Über die Frage, wie oft der deutsche Durchschnittsmensch pro Tag flunkert, scheiden sich jedoch die Geister. Demnach ist besonders schwer in Zeiten der globalen Vernetzung via Internet seriöse und glaubhafte Informationen zu finden, die sich problemlos auf die gesamte Bevölkerung verallgemeinern lassen. So spricht der amerikanische Forscher Frazer, der in diversen Vorträgen und Diplomarbeiten als Quelle zitiert wird, von 200 Lügen pro Tag. Entgegen dieses Vorschlags behauptet die Psychologin Bella DePaulo, dass nur zweimal pro Tag gelogen wird. Dies begründet sie mit einer Studie, die Probanden dazu auffordert, ihre Begegnungen mit Menschen, insbesondere die geäußerten Unwahrheiten, in einem Tagebuch zu notieren. Hierbei unterstellt sie ihren Versuchsteilnehmern absolute Ehrlichkeit. Aber wer kann schon sagen, dass es sich bei den Antworten nicht auch um Lügen handelt?
Selbstredend lügt nicht jeder genauso oft, zu den gleichen Anlässen und aus denselben Gründen wie andere. Jedoch lassen sich durchaus einige Schemata aus zahlreichen Versuchen und Beobachtungen ableiten, die etwas über besonders „gefährdete“ Zielgruppen aussagen. Robert Feldman, renommierter Professor der Psychologie an der Universität Massachusetts in Amherst, der sich seit Jahren mit der „Wissenschaft des Lügens“ befasst, lud Studenten zu einem zehnminütigen Gespräch mit ihnen unbekannten Gesprächspartnern ein, in dem sie sich kompetent und sympathisch zeigen sollten. Diese Treffen wurden aufgezeichnet und anschließend den Studenten gezeigt, die dann selbst ihre Lügenquote einstufen sollten. Dabei gaben über 60% der Probanden zu, größere oder kleinere Lügen in das Gespräch eingestreut zu haben. Insgesamt wurde eine Quote von durchschnittlich 2,9 Lügen in nur 10 Minuten ermittelt, die auch innerhalb der Geschlechter nur geringfügig abwich.

Auch fand Robert Feldman im Rahmen seiner Versuchsreihe heraus, dass die Neigung zum Lügen nicht vorrangig von der Persönlichkeit des Lügners abhängt, sondern die vorherrschende Situation entscheidend ist. Demnach wird häufiger geschwindelt, wenn die Person unter Leistungsdruck steht. Daraus resultiert auch die Annahme, dass sich junge Menschen öfter Lügen bedienen als Senioren. Sie sind besonders in der Schule, Universität, aber auch dem künftigen Arbeitsleben oftmals hohen Anforderungen sowie Leistungs- und Zeitdruck ausgesetzt, während sich bei Senioren zunehmend die Weis- und Wahrheit des Alters durchsetzt, die sie ohnehin gelassener in die Zukunft blicken lässt.
Auch in den Bevölkerungsschichten lassen sich Unterschiede bezüglich der Lügengewohnheiten feststellen. Laut den Untersuchungen von Paul Piff an der University of California, neigen Besserverdienende besonders häufig zu nicht wahrheitsgemäßen Aussagen, um in Verhandlungssituationen die besten Karten auf der Hand zu haben, da die Gier an Macht und Reichtum die Wahrhaftigkeit oftmals an Bedeutung übertrifft.
Diese Aussagen lassen sich selbstredend nicht verallgemeinern, sie stellen nur die Resultate einiger unabhängiger Studien dar, die versuchen, Grundsätze aus den Handelsweisen der Probanden abzuleiten.
Jedoch sollte man sich grundlegend von dem Bild verabschieden, das in breiten Kreisen der Bevölkerung kursiert, dass Lügner „schlechte oder verdorbene Menschen“ seien. Wissenschaftlich gesehen lässt sich dies nämlich ausschließen, da Menschen eher instinktiv statt reflektiert lügen. Das bestätigt auch ein Experiment des Psychologen Shaul Shavi, der seine Probanden ein Würfelspiel spielen ließ, bei dem sie unterschiedlich Zeit bekamen und schummeln konnten. Basierend auf seinen Beobachtungen stellte er fest, dass die Teilnehmer, die mehr Zeit für ihre Entscheidungen hatten, eher bei der Wahrheit blieben, als diejenigen, welche unter Zeitdruck gesetzt wurden. Auch hier könnte man daraus konstatieren, dass die Lügenquote in den nächsten Jahren weiter steigen wird, wenn die Menschheit zunehmend steigendem Zeit- und Leistungsdruck ausgesetzt sein wird.
Wie zeigt sich eine Lüge?
Übersicht über verschiedene Täuschungen 1. Wörtliche Formulierungen
Wohl am einfachsten zu steuern, sind die verbalen Anteile der Kommunikation. Bereits als Kleinkinder beginnt der Mensch zu lügen. Mit fortschreitendem Alter wird diese Technik immer weiter verfeinert und es ist kaum noch ein Unterschied im Tonfall oder der Ausdrucksweise zu erkennen. 2. Mimik
Der Gesichtsausdruck einer Person gibt oft Auskunft darüber ob eine Lüge vorliegt. Da die Mimik des Menschen sehr komplex ist, gelingt es oft nicht sie perfekt zu imitieren. Die Mimik an sich wirkt dann nicht harmonisch, beispielsweise in einem gestellten Bild, wo zwar mit dem Mund gelächelt wird, die Augen jedoch normal bleiben. 3. Gestik
Der Mensch bedient sich an einer Vielzahl von Handgesten zur Untermauerung des Gesagten. Oft werden diese Handgesten bewusst eingesetzt um den Gesprächspartner von etwas zu überzeugen. Erst wenn man eine Person besser kennt kann man Lügen durch Gesten erkennen. Benutzt eine Person plötzlich besonders auffällige oder unnatürliche Gesten oder erstarrt völlig, ist das ein Indiz darauf, dass sie versucht den Gesprächspartner zu täuschen. 4. Körpersprache
Die Körpersprache an sich verrät oft viel über die Person und ihre Gefühlslage.
Dabei ist die Stellung der Füße und Beine von besonderer Bedeutung. Sie sind schwer zu kontrollieren, da der Mensch ich bei einer Lüge auf das Gesicht und den Oberköper konzentriert. Daher haben sie meistens einen hohen Wahrheitsgehalt. Sind die Füße dem Gesprächspartner zugewandt, bedeutet dies, dass er die volle Aufmerksamkeit hat. Fängt er jedoch an die Füße abzuwenden, deutet das auf unbewusstes Fluchtverhalten hin. Mögliche Gründe hierfür sind beispielsweise, dass sich der Gesprächspartner langweilt oder von einer Aussage verletzt beziehungsweise abgeschreckt wurde. Diese Emotionen werden aber im Normalfall aus Gründen der Höflichkeit nicht verbal mitgeteilt. Wenn der Sprechende jedoch auf die Bein- und Fußsignale des Zuhörers Acht gibt, kann er eine solche Veränderung erkennen und gegensteuern. 5. Autonome Signale
Unter autonomen Signalen versteht man die Signale, welche ein Mensch sendet aber nicht kontrollieren kann. Darunter fallen alle physiologischen Signale, die der unbewussten Kontrolle des Manschens unterliegen. Deshalb zählen Signale wie Schwitzen, Blasswerden beziehungsweise Erröten oder die Steigerung des Atemtempos zu den wohl verlässlichsten Signalen der Kommunikation. Wird ein Gesprächspartner plötzlich rot, hat man nahezu Gewissheit an einen für ihn unangenehmen Punkt gestoßen zu sein. Man weiß, dass etwas nicht stimmt und ein weiterer Täuschungsversuch der Person bleibt meist erfolglos.

Oft werden jedoch die Indizien für eine Täuschung nicht erkannt. Es werden zwar alle Verhaltensweisen mit dem Auge aufgenommen, jedoch geschieht dieser Vorgang unbewusst. Von einer Millionen Eindrücken wird lediglich einer uns bewusst. Alle anderen Eindrücke verarbeitet der Mensch in Form von wahrgenommenen Stimmungen und Gefühlen wie Vertrauen/Misstrauen oder Geborgenheit/Angst.
Widersprüchliche Signale
Widersprüchliche Signale in der Körpersprache
Wenn sich zwei gegebene Zeichen widersprechen also nicht harmonisch sind, wirken sie unaufrichtig. Der Gesprächspartner merkt, dass etwas nicht in Ordnung zu sein scheint. Darunter leiden beispielsweise Menschen, welche Schwierigkeiten im sozialen Umgang mit anderen Menschen haben. Sie reagieren auf geringfügige Belastung bereits mit starken nonverbalen Signalen, während die meistens normal weitersprechen. Das rührt daher, dass die Sprachebene ist im Allgemeinen leichter zu kontrollieren und steuern zu ist. Die so entstehende Unstimmigkeit zwischen dem verbalen und nonverbalen Bestandteil der Kommunikation, lässt solche Menschen unsympathisch und unaufrichtig erscheinen. In Folge dessen werden diese Personen gemieden.

Dasselbe Phänomen lässt sich auch bei Schauspielern beobachten. Wenn dort eine Diskrepanz zwischen dem Gesagten und der Körpersprache herrscht, empfindet der Zuschauer diesen Schauspieler als schlecht. Er wird in Zukunft also wahrscheinlich keine Filme mehr mit diesem Schauspieler anschauen.
Grundsätzlich lassen sich zwei Gruppen von Unstimmigkeiten in der Körpersprache unterscheiden, die ambivalenten Signale und die sich widersprechenden Signale. Ambivalente Signale sind solche, welche gemischte Stimmungen zeigen, wie beispielsweise Wut und Angst.
Sich widersprechende Signale sind solche, welche bewusst eingesetzt wurden, um ein Verhalten oder eine Stimmung zu vertuschen. Eine eindeutige Unterscheidung, ob es sich beim gezeigten Verhalten um ambivalentes oder sich widersprechendes Verhalten handelt, lässt sich oft im Einzelfall nicht machen.

Beispiele für widersprüchliche Signale in der Körpersprache * ein freundliches Gesicht bei gleichzeitigen Fußtritten unter dem Tisch * ein wütendes Gesicht mit bittenden Händen * ein nach oben und ein nach unten gezogener Mundwinkel * gesenkter Kopf mit Blick nach oben * steifer Körper aber lächelndes Gesicht

Welches der beiden Signale nun eher der wahren Empfindung entspricht, kann man oft an den Folgesignalen festmachen. Grundsätzlich gilt jedoch, dass Körperteile, die ferner vom Kopf liegen einen höheren Wahrheitsgehalt haben, da der Mensch gelernt hat, seine Mimik besser zu kontrollieren.
Widersprüchliche Signale im Aussehen
Oft versuchen Personen andere durch ihr Aussehen zu täuschen. Ein häufig auftretendes Phänomen in der westlichen Gesellschaft ist das Vertuschen des Alters. Jugendliches Aussehen steht für Energie und Kraft. Dies führt dazu, dass immer mehr Menschen versuchen, den Alterungsprozess künstlich aufzuhalten. Dabei wird neben harmlosen Maßnahmen wie Haare färben, auch immer öfters zu Schönheitsoperationen gegriffen. Durch den überzogenen Wahn nach jugendlichem Aussehen und der dadurch entstehenden Diskrepanz zwischen Aussehen und Alter wirken diese Personen auf andere unnatürlich und unsympathisch.
Körpersprache die zur Täuschung eingesetzt wird
Der Mensch neigt dazu, oft nicht die Wahrheit zu sagen oder Teile der Wahrheit auszulassen. Dies ergibt sich automatische aus unserem Sozialverhalten und unseren Lebensumständen heraus. Die Wahrheit tritt oft in Konkurrenz mit Werten wie Höflichkeit. Wenn einem Gast beispielsweise ein Essen nicht schmeckt, wäre es unhöflich und beleidigend den Gastgeber darauf hinzuweisen. Also wird der Gast in den meisten Fällen auf die Frage, ob ihm das Essen schmecke, mit „ja“ antworten. Eventuell wird er diese Lüge noch mit weiteren unterstützen, etwa mit der Aussage er hätte schon zuvor eine Kleinigkeit gegessen und sei satt. Diese Form der Lüge bezeichnet man als eine kooperative Lüge. Beide Seiten wissen oder können erahnen, dass es sich hierbei um eine Lüge handelt. Im Normalfall wird eine solche Lüge ohne weiteres Nachhacken akzeptiert.
Stimmen verbalen und non-verbalen Anteile der Kommunikation nicht überein, wirkt die Situation komisch. Meistens sind die Hintergründe für ein solches Verhalten nicht bekannt.
Oft herrscht auch ein Konflikt zwischen dem Gesagtem und dem inneren Erleben. Der Redner versucht, seine Gefühle nicht nach außen dringen zu lassen. Dazu wird beispielsweise der Mund oder das Gesicht verborgen, sich abgewandt oder nach einer anderen Ablenkungsform gesucht.

Es gibt eine Vielzahle an körpersprachliche Signale, welche auf eine Lüge oder einen Widerspruch hindeuten: * weniger Gestik: Der Sender ist sich seiner Gestik bewusst, und versucht sie deshalb gezielt zu unterdrücken. * weniger Bewegung: Die Konzentration des Senders liegt auf der verbalen Lüge, weswegen er die non-verbalen Anteile der Kommunikation vernachlässigt. * Verstecken der Hände: Der Sender fürchtet, dass seine Hände etwas verraten könnten und versteckt sie vorsichtshalber. * Zuhalten des Mundes: Der Senders versucht unbewusst die Lüge „zurückzuhalten“. * Seitliche Körperbewegungen: Der Sender nimmt bereits eine Fluchthaltung an. * Zucken im Gesicht: Eine Stimmungsänderung in der Mimik wird vom Sender noch erkannt und er versucht sofort sie zu unterdrücken.

Außerdem sind oft Hand-zum-Gesicht Gesten zu erkennen, beispielsweise ein Griff zur Nase. Diese Bewegung wird meistens, damit gerechtfertigt, dass es dort gejuckt oder gekitzelt hat. Das trifft auch wirklich zu, da es durch nervöse Spannungen zu physiologischen Veränderungen kommt, welche ein geringfügiges Kitzeln entstehen lassen.

Werden solche Verhaltensweisen gezeigt, bedeutet das aber nicht zwangsläufig, dass der Gegenüber lügt.
Das Täuschen ist eine wichtige Fähigkeit, welche von verschiedene Berufsgruppen beherrschen werden muss. Dazu gehören unter anderem Schauspieler, Anwälte, Diplomaten, Vorgesetzte und Ärzte. Im Folgenden wird die Rolle der Lüge genauer für Vorgesetzte und Ärzte erklärt.
Nehmen wir beispielsweise an, dass ein Vorstandsmitglied gegen die Produktion eines bestimmten Produktes war. Da diese Überlegung das Unternehmen bereits seit längerem beschäftigt haben die Mitarbeiter die Meinung mitbekommen. Nun wird er aber in der Abstimmung über die Einführung des Produktes überstimmt. Ab jetzt hat er die Aufgabe, die Nachricht, dass das Produkt produziert werden soll, so glaubhaft wir möglich an seine Untergebenen weiterzuleiten. Es muss so aussehen, als sei er von der Idee überzeugt worden und vertrete nun auch die Meinung, dass die Einführung des Produktes sinnvoll sei. Würde ihm das nicht gelingen, entstünden immer weiter Komplikationen. Den Mitarbeitern würde es schwerer fallen diese Entscheidung zu akzeptieren.
Auch im Krankenhaus spielt die Täuschung eine entscheidende Rolle. Es wird immer schwieriger, Patienten von einer notwenigen aber möglicherweise lebensgefährlichen Operation zu überzeugen. Die Ärzte müssen die Masse an Informationen also so steuern, dass der Patient zwar über die Risiken aufgeklärt wird, jedoch nicht noch zusätzlich abgeschreckt wird. Wenn sich bei dem beratenden Arzt nun Angst oder Bedenken in seiner Körpersprache wiederspiegeln würden, wäre es nahezu unmöglich den Patient von der Notwendigkeit des Eingriffes zu überzeugen.
Enttarnen einer Täuschung
Es gibt keine eindeutigen Indizien eine Täuschung zu überführen. Weder ein spezieller Gesichtsausdruck, eine bestimmte Geste, noch ein besonderes Element der Körpersprache kann beweisen, dass die Person gegenüber lügt. Dennoch gibt es gewisse Hinweise und physische Reaktionen, die die eigene Empfindung verraten und somit auf eine Lüge schließen lassen. Dabei gilt: je mehr Hinweise man erkennt, desto genauer kann man einen Lügner beurteilen.
Oftmals haben wir einfach nur ein Gefühl im Bauch, dass jemand lügt ohne genau zu wissen woran es liegt. Doch dieses Gefühl ist meist mehr als bloße Intuition. Es ist in den meisten Fällen eine Kombination aus vielen kleinen Indizien, die Auskunft über die Gemütsbewegungen einer Person geben.
Wenn man nun jemand unter Verdacht hat, dass er lügt, so sollte man nach einem Ratschlag eines bekannten Wissenschaftlers so tun, als glaube man der Person. Durch dieses Vorgehen wird der Verdächtigte nämlich ermutigt fortzufahren. Er wird höchstwahrscheinlich noch dreistere Behauptungen aufstellen und sich somit letztendlich selbst verraten. Um zuerst einmal auf den Verdacht einer Täuschung zu kommen, sollte man jedoch die einzelnen Hinweise erkennen und deuten können.
Anzeichen einer Täuschung im autonomen Nervensystem
Lügen können hauptsächlich dadurch entdeckt werden, dass wir Zeichen einer emotionalen Störung, die eine Lüge verursacht bemerken. Im Allgemeinen werden diese durch Veränderungen im autonomen Nervensystem sichtlich. Schon der Name autonomes Nervensystem gibt Aufschluss darüber, dass wir diese Vorgänge nicht bewusst herbeiführen oder steuern können.

Eine Funktion dieses Nervensystems ist die
Steuerung der Blutgefäße. Wir erröten zum Beispiel, wenn sich die Blutgefäße erweitern und werden blass, wenn sie sich zusammenziehen. Das Erröten ist hierbei ein Zeichen dafür, dass die Person verlegen ist oder sich schämt. Im Gegensatz dazu ist eine blass werdende Person meist wütend oder hat Angst. In diesen beiden Situationen kann die Reaktion aber durch eine Lüge ausgelöst sein. Eine weitere Aufgabe des autonomen Nervensystems ist die Steuerung der Schweißdrüsen. Das Schwitzen ist ebenfalls ein physiologischer Vorgang, der meist eine Reaktion auf Anstrengung oder Hitze ist.
Schwitzen kann aber auch ein Grund dafür sein, dass die Person unter starkem emotionalen Druck steht, wie hier etwa auf dem Foto eines österreichischen Fußballtrainers zu erkennen ist, der mehrere Niederlagen zu verkraften hat.

Des Weiteren sind starke Emotionen ein ziemlich sicheres Indiz einer Täuschung. Ein Mensch verbindet eine plötzliche Erregung meist automatisch mit der Behauptung des Gegenübers und schießt in diesem Fall intuitiv auf eine Lüge.
Andere physische Reaktionen sind Angstgefühle und ein beschleunigter Herzschlag. Nur die besten Lügner bekommen diese Reaktionen in den Griff und können sie unterbinden.

Es gibt aber auch andere Hinweise, die zur Enttarnung einer Lüge helfen können. Oftmals kann man ein ausgedrücktes Gefühl der Person gegenüber auf Grund eines bestimmten Gesichtsausdrucks als unecht entlarven
Anzeichen einer Täuschung in der Mimik
Die sichtbaren Bewegungen der Gesichtsoberfläche werden als Mimik bezeichnet. Die Mimik ist ein wichtiger Bestandteil der Nonverbalen Kommunikation. Meistens kommt ein Gesamteindruck aus mehreren einzelnen mimischen Facetten zustande, weil die Bewegungen der Gesichtsmuskulatur innerhalb von ein paar Sekunden ablaufen.
Ein wichtiges Erkennungsmerkmal einer Täuschung in der Mimik ist das „ungleichmäßige“ Gesicht. Man spricht von einem „ungleichmäßigen“ Gesicht, wenn der gleiche Gesichtsausdruck auf einer Seite des Gesichts stärker ausgeprägt ist, als auf der anderen Seite. Dieser asymmetrische Ausdruck kann ein Indiz für eine bewusste Täuschung sein. Es muss jedoch beachtet werden, dass nicht in jedem Fall eine Lüge vorliegt, wenn eine Person einen ungleichmäßigen Gesichtsausdruck zeigt.
Des Weiteren lässt sich an Hand der Dauer eines Gesichtsausdrucks und der Zeit wie lange es braucht ihn erscheinen und verschwinden zu lassen, darüber vermuten, dass man es mit einer Täuschung zu tun hat. Nach den Untersuchungen eines bekannten Wissenschaftlers, namens Dr. Ekmans, zeigen sich wahre Gefühle viel kürzer als unechte. Gesichtsausdrücke, die falsche Gefühle zeigen sollen, dauern meist zwischen fünf und zehn Sekunden, seine wahren Gefühle und Emotionen zeigt man nur in wenigen Sekunden. Wenn also zum Beispiel ein Freund Geburtstag hat und man ihm zur Überraschung ein neues Fahrrad schenkt, dann sollte sich das nur in weniger als einer Sekunde in seinem Gesicht zeigen, wenn er tatsächlich überrascht wurde und davor noch nichts davon wusste.

Das Zusammenspiel von Mimik und verbalen Aussagen gibt ebenfalls Aufschlüsse über einen Lügner. So kann man eine wirklich wütende Person daran erkennen, dass sie während oder auch manchmal schon vor ihren verärgerten Aussagen, einen zornigen Gesichtsausdruck besitzt. Wenn man jedoch nur spielt wütend zu sein, kann man den Ablauf meist nicht genau kontrollieren und setzt seinen zornigen Blick erst nach dem verbalen Kundtun auf.

Eines der wichtigen Bauteile des menschlichen Körpers sind die Augen. Mit Hilfe von ihnen kann der Mensch sehen, lesen und Auto fahren. In westlichen Kulturen lernt man schon im Kindesalter von seinen Eltern, dass man lügt, wenn man seinem Gegenüber nicht in die Augen blicken kann. Diese weitverbreitete These ist jedoch leider keinen verlässlichen Hinweis für eine Täuschung. Es gibt viele verschieden gründe warum wir die Augen abwenden und einem Blickkontakt ausweichen. In einigen Kulturen gehört es zum guten Benehmen den Blickkontakt zu meiden, es ist eine Art Anstandsregel. Aber auch Scham und Traurigkeit lässt den Blick nach unten oder beiseite wandern. Ekel ist hin und wieder ebenfalls ein Beweggrund zur Seite zu blicken anstatt seinen Gesprächspartner in die Augen zu sehen. Hinzu kommt noch, dass jeder etwas geübte Lügner seinem Gegenüber, mit dem er spricht, mit festem und klarem Blick in die Augen sehen kann. Selbst Kinder lernen schon früh, wie sie ihre Eltern durch überzeugendes zu Lügen überlisten können. Ein starrer, unschuldiger Blick verhilft so vielen Kindern ihre Übeltaten zu vertuschen.
Trotz dieser Leichtigkeit seine Blickrichtung zu kontrollieren, geben die Augen jedoch ein anderes entscheidendes physiologisches Indiz zur Enttarnung einer Lüge. So ist es nämlich sehr schwierig das Blinzeln zu beherrschen. Natürlich kann jeder Mensch absichtlich blinzeln, aber wenn man emotional erregt ist, ist es ein unwillkürlicher Vorgang, der unbewusst von statten läuft. So wird bei absichtlichen Täuschungsversuchen oft mehr geblinzelt, als wenn man die Wahrheit sagt, da man innerlich aufgeregt ist, weil man schließlich nicht beim Lügen erwischt werden möchte. Allerdings muss beachtet werden, dass es lediglich ein Indiz für emotionale Erregung ist und daher nicht sofort eine Lüge als Ursache vorliegt.
Tränen sind ebenfalls ein indirektes Täuschungsmerkmal, da sie meist bestimmte Gefühle als Ursache haben. Obwohl manche Menschen, wie zum Beispiel Schauspieler, auf Befehl weinen können, sind Tränen gewöhnlich eindeutig auf eine emotionale Erregung zurückzuführen. Diese emotionalen Erregungen sind Traurigkeit, sowie Kummer, Erleichterung, Freude und Zorn.
Auch die Verkleinerung und Erweiterung der Pupillen geben Aufschluss darüber, ob eine Person aufgeregt ist oder Freude verspürt. Die Pupillen entziehen sich nahezu komplett unserer bewussten Steuerung und können somit nicht von einem Lügner dazu verwendet werden eine Täuschung zu tarnen. Die Schwierigkeit bei diesem Lügenkriterium liegt jedoch darin die Veränderungen festzustellen. Wenn eine Person keine blauen Augen hat, fällt es oft schwer einzuschätzen, ob die Pupillen des Gesprächspartners groß oder klein sind. Auf einer unbewussten Ebene kann man jedoch hin und wieder die Veränderungen der Pupillen erkennen und darauf reagieren. Inzwischen gibt es sogar ein eigenes Forschungsgebiet namens Pupillomertie zu diesem Thema, bei dem sich die Forscher mit den Veränderungen der Pupillengröße beschäftigen. Der Psychologe Dr. Eckard Hess bemerkte dabei, dass es eine Wechselbeziehung zwischen der Pupillengröße eines Menschen und seiner emotionalen Reaktion gibt. So verengen sich die Pupillen, wenn man ungehalten ist. Bei einer emotionalen Erregung dagegen vergrößern sie sich. Diese kaum spürbare Reaktion wird unterschwellig als Signal verstanden.

Ein weiterer Täuschungshinweis ist das verräterische Lächeln, mit dem sich sehr viele Forscher beschäftigen. Lächeln ist der einfachste und am häufigsten unterschätzte Gesichtsausdruck eines Menschen. Das Interpretieren eines Lächelns ist jedoch viel komplizierter als einem bewusst ist. Es gibt dutzende Formen von lächeln. Man lächelt zum Beispiel, wenn man glücklich, fröhlich, zufrieden, amüsiert und erfreut ist. Aber auch wenn man traurig und unglücklich ist lächelt man oftmals. Außerdem gibt es das falsche Lächeln, welches man wie eine Maske benutzt. Damit wird meist ein Signal ausgesendet, dass man nicht ganz ehrlich ist. Die Wahrheit ist, wir lächeln genauso oft wenn wir lügen, wie wenn wir die Wahrheit sagen.
Nach dem Forscher Dr. Ekman gibt es 18 verschiede ehrliche Arten zu lächeln, das bedeutet, dass sie von dem Lächelnden tatsächlich empfunden werden. Ein ehrliches Lächeln dauert zum einen länger als das unehrliche und ist zum anderen intensiver, wenn die auslösende Empfindung sehr stark ist. Zusätzlich straffen sich bei dieser Form des Lächelns ausschließlich die Muskeln um die Augenpartie. Die restlichen Gesichtsmuskeln im unteren Teil des Gesichts bleiben dagegen unbeteiligt. Dies ist bei einem falschen Lächeln hingegen nicht der Fall, da man bei einem solchen Lächeln die Muskeln um die Augen nicht anstrengt. Man sendet stets Botschaften auf einer unbewussten Ebene, auch wenn man sich dieser kleinen Unterschiede nicht ganz bewusst ist. Anhand dieser Kleinigkeiten kann ein Lügner ertappt werden.
Auch in der Literatur kann man viele Indizien auf ein unehrliches Lächeln finden: „Das Lächeln drang nicht bis zu ihren Augen vor.“ Ein weiteres Beispiel ist: „Er lächelte mit den Lippen doch nicht mit den Augen.“
Eine weitere spezielle Form des Lächelns ist das Angstlächeln. Man möchte damit negativ empfundene Gefühle, wie Angst vermitteln. Somit ist dieses Lächeln ein ehrlich empfundenes negatives Lächeln. Bei ihm bilden die Lippen ein Rechteck, die Augebrauen sind gewölbt und zusammengezogen und die Augen sind weit aufgerissen. Die Muskeln die dabei die Lippen waagerecht dehnen, heben hin und wieder die Mundwinkel zu einem spöttischen Lächeln an. Oftmals wird zu diesem spöttischen Lächeln im Volksmund Grimasse gesagt.
Ein Verachtung zeigendes Lächeln ist ein weiteres tatsächlich empfundenes negatives Lächeln. Hierbei sind die Mundwinkel gespannt. Normalerweise ist zusätzlich noch eine Seite des Mundes ein wenig hochgezogen, während die Augenbrauen etwas gewölbt sind, wie im Bild rechts auch gut zu erkennen ist.

Bei einem Lächeln einer unglücklichen Person hingegen sind die Mundwinkel nach unten gezogen. Des Weiteren ist die Unterlippe durch den Kinnmuskel hochgeschoben. Die Brauen zeigen ebenfalls nach unten. Diese Art von Lächeln kann man sehr gut im nebenstehenden Foto von Verona Pooth erkennen, welches im Mai 2010 in der Süddeutschen Zeitung erschienen ist.

Im Gegensatz zu diesen drei beschriebenen Formen des ehrlichen Lächelns, werden die Arten des falschen Lächelns meist als Maske verwendet. Man verbirgt damit was man tatsächlich fühlt. Mindestens einer der folgenden Aspekte sollte erkannt werden, um eine Lüge zu enttarnen. Die Person, die ein vorgetäuschtes Lächeln aufsetzt, neigt dazu die Lippen fest zusammenzupressen, die Unterlippe nach oben zu schieben und die Mundwinkel anzuspannen. Ein falsches Lächeln ist außerdem meist asymmetrisch, da häufig nur eine Seite des Mundes beteiligt ist. Man muss jedoch daran denken, dass auch ein normales Lächeln schief sein kann. Die nicht vorhandenen Muskelbewegungen um die Augenpartien sind ein weiterer Hinweis auf ein unehrliches Lächeln. Hinzu kommt, dass ein falsches Lächeln zu plötzlich einsetzen, kurzerhand abgebrochen werden oder schrittweise nachlassen kann. In all diesen Fällen ist dabei die Dauer ziemlich unpassend. Ein anderes Indiz der Täuschung ist der fehlende begleitende Ausdruck der Stirn, wenn eine Person Angst oder Traurigkeit vorgaukelt. Und zu guter Letzt sind bei der Vortäuschung von Glück, wie oben bereits erwähnt, die Augenmuskeln nicht beteiligt.

Der Mikroausdruck gibt ebenfalls Informationen zur Bestimmung des Wahrheitsgehalts einer Aussage. Diese Art des Gesichtsausdrucks hält nur sehr wenige Sekundenbruchteile an und wird bei einem normalen Gespräch meist komplett übersehen. Ihre unterschwellige Wirkung ist jedoch enorm. Mikroausdrücke können unter anderem Gefühle, wie Fröhlichkeit, Triumph, List und Traurigkeit vermitteln. Aber es gibt auch noch ein Dutzend weitere Gefühle die durch diese Ausdrucksform gezeigt werden.
Es gibt jedoch verschiedene Übungsmöglichkeiten mit Hilfe von denen man sein eigenes Auge für das Erkennen und richtige Deuten von Mikroausdrücken schulen kann. Eine Methode ist das ganz kurze Zeigen eines Bildes mit einem menschlichen Gesichtsausdruck darauf. Derjenige, der das Bild für einen Sekundenbruchteil gesehen hat, muss nun erraten welcher Ausdruck auf dem Foto festgehalten wurde. Zum Schluss wird das Rätsel aufgelöst und der Ratende kann seine Vermutung selbständig bestätigen oder korrigieren in dem er das Bild nun ohne Zeitbegrenzung ansehen darf. Diesen Vorgang sollten man viele male mit unterschiedlichen Fotos üben, um routinierter zu werden.
Wenn man nun die Mikroausdrücke mit dem Gesagten einer Person vergleicht, ist das ein weiteres Mittel zur Enttarnung eines Lügners. Dies ist eine ziemlich verlässliche Vorgehensweise, weil es nicht leicht ist einen Mikroausdruck zu kontrollieren oder zu verfälschen. Nur sehr wenige Menschen sind dazu Fähig absichtlich die dazu notwendigen Muskelbewegungen innerhalb einiger Millisekunden machen, denn gewöhnlicher Weise macht dies der Mensch auf einer unbewussten Ebene.

Aber nicht nur die Mimik kann Lügner entlarven auch die Gestik ist ein hilfreicher Hinweis für Täuschung.
Anzeichen einer Täuschung in der Gestik
Der Mensch nutzt Gestik, um das Gesagte zu untermauern und zu verstärken. Dies geschieht zum Beispiel durch ein in die Luft gemaltes Bild. Allerdings wird Gestik auch meist während des Lügens verwendet, was oftmals auch ein Nachteil für den Lügner sein kann. Dabei gibt es wie auch bei der Mimik keine eindeutigen Signale, Zeichen und Gesten, die eine absichtliche Täuschung zwingend beweisen können. Man kann nur viele einzelne Indizien erkennen, die auf eine emotionale Erregung hinweisen. Eben diese emotionalen Erregungen haben zwar nicht immer, aber allerdings oftmals eine Lüge als Ursache.
So gibt die Geschwindigkeit, in welcher eine Geste gemacht wird, sehr viele Informationen darüber, wie ehrlich die Person gegenüber tatsächlich ist. Man benutzt viel Gestik, wenn man nicht verstanden wird oder wenn man empört ist. Aufregung und Wut sind ebenfalls Gründe für eine hohe Anzahl von Gesten. Im Falle von Unsicherheit und Vorsicht verwendet man im Gegensatz dazu eher weniger Gestik. Dies kann man zum Beispiel häufig in Bewerbungsgesprächen sehen in denen die Bewerber einen guten ersten Eindruck bei den Personalern der Firma hinterlassen möchten. Aber auch bei der dritten Wiederholung des bereits Gesagten nimmt die eingesetzte Gestik ab. In vielen weiteren Situationen begrenzt man die Zahl der Gesten ebenfalls auch in solchen Situationen in denen man lügt. Besonders ungeübte Lügner oder bei sehr spontanen Lügen, aber auch bei Lügen, die sehr starke Emotionen bei der Täuschenden Person erweckt, lässt sich dies erkennen. Die Person, die die Unwahrheit aufdecken möchte muss dazu selbstverständlich wissen, wie der Verdächtigte seine Gesten normalerweise verwendet und ob er sich nicht vielleicht einfach nur unsicher ist.
Es muss außerdem beachtet werden, dass es kulturelle Unterschiede gibt. So verwenden manche Kulturen mehr und oftmals hektischere Handbewegungen. Ein Beispiel hierfür ist die Italienische Kultur, die sehr lebendig und leidenschaftlich ist. Andere wiederum beschränken sich sehr in der Gestik.

Des Weiteren ist nicht nur bei der Mimik, sondern auch bei der Gestik das Zusammenspiel mit verbalen Aussagen sehr aufschlussreich. Es handelt sich vermutlich um gespielten Zorn, wenn zum Beispiel ein wütender Arbeitgeber mit seiner Faust auf den Tisch schlägt, um seinen Ärger zu zeigen, und dann erst nach dem ersten Faustschlag seinen Zorn in Worte fasst. Auch wenn das Gesagte überhaupt nicht mit den Gesten zusammen passt ist dies ein Indiz für eine Täuschung. So ist beispielsweise die Aussage „Sie können bei Problemen gerne zu mir kommen“ eines Politikers, der seine Arme von sich weg streckt und mit seinen Händen eine abweisende Bewegung macht, ziemlich unglaubwürdig. Zusätzlich zur Übereinstimmung zwischen dem körperlichen Ausdruck und dem verbalen Kundtun des Zorns sollte natürlich auch der Gesichtsausdruck dazu passen. Wenn diese drei Elemente nicht zusammenpassen, kann man mit großer Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass eine Person lügt.

Bestimmte Bewegungen, die meist sehr unruhig sind, deuten ebenfalls auf eine Lüge hin. Solche Bewegungen sind beispielsweise das Streicheln, Kratzen oder Zupfen an einem Körperteil. Diese Bewegungen können nur für einen Moment anhalten oder auch länger von statten laufen. In der Fachsprache nennt man diese Körperbewegungen Manipulatoren. Eine Frau die bei einem Rendez-vous das Haar um ihren Finger wickelt, fühlt sich daher sehr wahrscheinlich unwohl oder sie ist gerade dabei ihr Gegenüber anzulügen. Aber auch das Zupfen am Ohr und das Reiben der Finger sind sehr verbreitete Bewegungen in solchen Situationen. Viele Menschen klopfen mit dem Fuß auf dem Boden während sie jemanden Täuschen oder wenn sie sich unwohl fühlen. Solche unruhigen Bewegungen trifft man häufig bei kleinen Alltagslügen an. Das Problem bei den Manipulatoren ist nämlich, dass ein guter Lügner sie mit etwas Übung ziemlich leicht unterdrücken kann.
Krankenschwestern-Experiment
Dr. Paul Ekman, oben bereits genannt, ist ein Professor der University of California in San Francisco lehrt Psychologie und führte dazu eine interessante Untersuchung mit Krankenschwestern durch.
Dabei ließ er angehende Krankenschwestern unterschiedliche Filme betrachten. Einige Filme waren harmlos, andere hingegen schrecklich. In den nicht so angenehmen Filmen wurde zum Beispiel ein Unfallopfer mit Verbrennungen gezeigt, dass Höllenqualen litt. Die Schwestern sollten einem Fragensteller die Filme mit unerfreulichen Inhalten beschreiben ohne jedoch ihre wahren Gefühle zu zeigen. Vielmehr sollten sie die Filme als angenehm schildern. Zusätzlich wurden sie noch gebeten einen erfreulichen Film als beunruhigend zu beschreiben. Das letztendliche Ziel des Versuchs war die Untersuchung, ob Zuhörer etwas im Ausdruck der Schwesternschülerinnen erkennen können. In dem Experiment wurden daher Krankenschwestern ausgewählt, da diese in während ihrer Ausbildung lernen, keine Reaktionen auf Körperverstümmelungen zu zeigen. Man verwendete sogar nicht sichtbare Videokameras, um die Interviews aufzuzeichnen.
Einige angehende Krankenschwestern konnten überhaupt nicht lügen, andere logen einigermaßen gut. Es gab jedoch sogar ein paar Schwestern, die sehr gut lügen konnten.
Diese guten Lügnerinnen konnten sehr gut Freude, Unschuld und Zorn vorgaukeln, obwohl sie dennoch nicht genau wussten, wann sie diese Gefühle auf ihrem Gesicht erscheinen lassen sollten. Eine weitere Schwierigkeit lag darin zu Entscheiden wie lange man die Gefühle zeigen sollte und wann man sie verschwinden lassen sollte. Die weniger guten Lügnerinnen wurden durch mangelnde Gesten enttarnt, die gewöhnlich eine Rede begleiten. Solche Gesten sind beispielsweise das in die Luft Malen von Bildern, das Angeben einer Richtung, das Zeigen einer Größe oder das Deuten mit einem Finger. Außerdem machten die nicht so guten Lügnerinnen nervöse Bewegungen, wie zum Beispiel das Reiben der Augen oder das Abfahren der Lippen mit der Zunge. Vor allem versteckte Sorgen, Trauer und Kummer konnte bei den Schwestern gut enttarnt werden. Dies geschah durch das Bemerken der schiefen Augenbrauen. Einige Krankenschwestern zogen nämlich bei diesen Emotionen oftmals ihre Brauen unbewusst nach oben. Der von der Nase weg zeigende Teil lag tiefer und somit ergab sich eine Art umgedrehtes „V“. Zusätzlich zogen manche schlechte Lügnerinnen auch noch ihre Augenlider nach oben, was für den Interviewer ein weiterer Hinweis auf eine Täuschung war.
Trotz großer Bemühungen können in sehr vielen Fällen eben genau diese Bewegungen nicht absichtlich unterdrückt werden. Diese These wird durch das für Forschungszwecke durchgeführte Krankenschwestern-Experiment nochmals bestätigt.
Lügendetektor
Die Psychologen Carl Gustav Jung und Max Wertheimer begannen Anfang des 20. Jahrhunderts unabhängig voneinander mit der Grundidee zum Lügendetektor. Ein paar Jahre danach konstruierte Vittorio Benussi das erste Gerät, welches die Atmung und den Puls einer Befragten Person messen und aufzeichnen konnte.
Der Fachbegriff eines Lügendetektors ist Polygraph. Dieser Begriff stammt von dem griechischen Wort polygráphein ab. „Poly“ bedeutet übersetzt „viel“ und „gráphein“ bezeichnet im Deutschen das Wort „schreiben“. Heutzutage kann der „Vielschreiber“ während einer Befragung noch viel mehr körperliche Parameter des Befragten gleichzeitig messen, als der erste Prototyp von 1913. Zum Puls und zur Atmung kamen Messungen des Blutdrucks, der Körpertemperatur, des Schwitzens, des Errötens, des Erbleichens und der elektrischen Leitfähigkeit der Haut hinzu. Diese Messungen zeichnet er zusätzlich auch noch auf. Der Begriff Lügendetektor ist daher etwas problematisch, weil lediglich physiopsychologische Faktoren gemessen und so nur Auskünfte über Veränderungen in unserem autonomen Nervensystem gegeben werden. Das bedeutet, dass diese Faktoren lediglich Hinweise auf eine Lüge geben, da die körperlichen Reaktionen, die mit emotionalen Erregungen zusammen hängen nur ein möglicher aber nicht zwingender Grund für eine Täuschung sein können. Es kann also kein Lügner anhand des Lügendetektors mit absoluter Sicherheit überführt werden. Der Polygraph ist somit lediglich ein technisches Hilfsmittel zum Aufdecken einer Lüge.
Das Gerät wird jedoch trotzdem verwendet, weil viele Anwender davon überzeugt sind, dass ein lügender Mensch ein gewisses Maß an emotionalen Erregungen zeigt. Das Gerät misst diese Erregungen und schreibt sie auf. In der Theorie kann eine Person, die nun die Ergebnisse auswertet, genau feststellen, bei welcher Frage die emotionalen Erregungen aufgetreten sind. Die Schlussfolgerung daraus ist, dass der Befragte genau bei eben diesen Fragen gelogen hat.
Bei dieser Herangehensweise gibt es allerdings auch Schwachstellen. So werden viele Leute nicht nur von Lügen, sondern auch auf Grund anderer Dinge emotional erregt. Die Erregung muss daher nichts mit einer absichtlichen Täuschung zu tun haben und der Lügendetektor zeichnet die Veränderung trotzdem auf. Diese Problematik wird anhand eines Beispiels noch deutlicher. So wird beispielsweise ein Angestellter eines Supermarktes beschuldigt Geld aus der Kasse entnommen zu haben. Bei der Befragung mit dem Polygraphen wird meist mit einfachen Fragen begonnen, von denen der Fragensteller weiß, ob sie richtig oder falsch sind. Mögliche Fragen hierbei sind „Wie heißen Sie?“, „Wie alt sind Sie?“ oder „Wo wohnen Sie?“. Danach wird ganz beiläufig auf die wichtigen Fragen umgestiegen. Die Frage lautet dann zum Beispiel: „Haben Sie Geld aus der Kasse entnommen?“. Wenn nun der Lügendetektor bei der verneinenden Antwort des Befragten eine grobe Veränderung seiner emotionalen Reaktion misst, kann diese Aussage, als eine Lüge angesehen werden. Das Problem ist nun, dass bei jeder Erwähnung des vermissten Geldes, eine befragte Person mit hoher Wahrscheinlichkeit emotional erregt ist.
Im Gegensatz dazu zeigt das Gerät keine Veränderung, wenn der Befragte ein perfekter Lügner ist, der trainiert hat seine Emotionen zu beherrschen und zu unterbinden. Dies ist oftmals der Fall, weil einige Menschen das können.
Hinzu kommt noch, dass es manche Lügner gibt die ihre Lüge selbst glauben und der „Vielschreiber“ daher auch keine deutlichen Unterschiede misst. So kann sich beispielsweise ein Mörder mit psychischen Problemen solange einreden seine Frau nicht umgebracht zu haben, bis er irgendwann selbst davon überzeugt ist unschuldig zu sein.
Wie bereits erwähnt wird der Polygraph trotz dieser Schwachstellen dennoch sehr oft als Beweismittel einer Täuschung benutzt. Am meisten wird das Gerät von Unternehmen verwendet, so nutzen diese ihn zum Beispiel um ungeeignete Bewerber für einen bestimmten Arbeitsplatz auszufiltern. Ungefähr 300.000 Tests werden mit Hilfe des Lügendetektors pro Jahr gemacht, um einen Bewerber vor der Einstellung genauestens unter die Lupe zu nehmen, um geplante Beförderungen stattzugeben oder um innerbetriebliche Kriminalität aufzudecken. In der Mehrheit der Staaten Amerikas ist es sogar legal einen polygraphischen Test vom Arbeitnehmer zu verlangen. Selbst in den Staaten in denen es eigentlich rein rechtlich verboten ist, gelingt es vielen Firmen eine Gesetzeslücke zu finden und so das Gesetz zu umgehen. Viele verschiedene Wirtschaftsbranchen, vom Finanzwesen über Restaurants bis hin zu Supermärkten, nutzen den „Vielschreiber“ und haben sehr viel Vertrauen in ihn.
Des Öfteren wird die Maschine aber auch bei der Aufdeckung von Straftaten als Unterstützung verwendet. So wird er von staatlichen Instanzen, wie dem FBI, Justizministerium und zahlreichen Polizeidienststellen auch dazu genutzt, um einen Kriminaltäter innerhalb einer Liste eines verdächtigten Personenkreises herauszufiltern. In Deutschland ist der Lügendetektor jedoch als Beweismittel nicht zugelassen.
Gezielte Täuschung - Manipulation
Definition
Wie oft akzeptiert man Meinungen und Standpunkte widerstandslos oder lässt sich auf Positionen festlegen, die man eigentlich nicht vertreten möchte? Man lässt sich überrumpeln und gibt den eigenen Standpunkt auf, obwohl man sicher ist, dass er der richtige ist. Dieses Dilemma kann überall passieren, wo Menschen miteinander reden: in Diskussionen, in Verhandlungen, in Konflikt- oder Kritikgesprächen oder in Gesprächen mit Freunden - man wird manipuliert.
Bevor geklärt werden kann, wie man auf diese Manipulationsversuche reagieren und die Situation effizient im eigenen Sinn lösen kann, sollte man sich mit der Parole „Manipulation“ selbst beschäftigen.
Er lässt sich aus dem Lateinischen ableiten und als „Handgriff“ in die deutsche Sprache übersetzen. Leider wird dieser Handgriff oft als Eingriff in die persönliche Meinungsbildung und Handlungsabsicht genutzt, um eigene Interessen durchzusetzen und den Gegenüber so einzuschränken.
Grundlegend verstehen wir also unter Manipulation den bewussten oder unbewussten Einsatz unfairer Verhaltensweisen. Es kann in allen möglichen Arten der Kommunikation, z.B. im Rahmen von Besprechungen, Kritikgesprächen, Mitarbeitergesprächen zur Leistungsbeurteilung eingesetzt werden, aber auch in simplen Diskussionen unter Freunden vorkommen.
Auch wenn man es auf den ersten Blick womöglich nicht vermuten mag, wird nicht immer bewusst manipuliert, d.h. man wendet oft keine perfekt ausgearbeitete Taktik an, um sein Ziel zu verfolgen, sondern es ist einem selbst nicht bewusst, dass man die Personen um uns herum gerade manipuliert. Wenn eine Person aufgrund verschiedenster Emotionen plötzlich in Tränen ausbricht, manipuliert sie automatisch ihr Umfeld, ohne das vielleicht bewusst zu wollen, indem sie auch dort Emotionen und Instinkte freisetzt.
Doch wie sollten wir mit Manipulation umgehen, wenn wir sie entlarvt haben?
Zuerst muss man sich jedoch mit zwei Grundproblemen auseinander setzen: 1. Es ist unmöglich, alle Techniken zu kennen und sich für jede Technik eine oder mehrere Gegenmaßnahmen zu überlegen. 2. Man weiß oft nicht genau, was der Manipulator eigentlich bezweckt.
Um diese beiden Probleme in den Griff zu bekommen, haben Andreas Edmüller und Thomas Wilhelm in ihrem Buch „Manipulationstechniken“ ein System entwickelt, das es durchaus schafft, die diversen Arten von Manipulationen in einem Grundschema zu vereinen. Das System umfasst 3 Schritte, die im Folgenden erläutert werden: 1. Technik erkennen und abwehren (Schutz)
Hierbei soll die konkrete Manipulationstechnik identifiziert werden und gezielt dagegen Schutzmaßnahmen entwickelt werden. Ziel ist es also, die Manipulationstechnik sofort und elegant zu unterbinden. 2. Strategie des Manipulators erkennen
Mithilfe eines Einteilungssystems soll dem Betroffenen geholfen werden, die Situation schnell zu durchschauen und zu erkennen, was der Manipulator bezweckt. 3. Faire Gegenstrategie durchführen
Abschließend gilt es, wirkungsvolle Vorgehensweisen anzuwenden, um die Reaktion zu optimieren und im Idealfall die eigenen Interessen auf faire Art und Weise zu wahren.
Des Weiteren stellen die beiden Autoren im Rahmen ihres Buches einen sechs Maximen umfassenden Ratgeber auf, der helfen soll, den Umgang mit Manipulation so effizient wie möglich zu gestalten. Dieser wird nachfolgend kurz vorgestellt: 1. Zunächst ist es wichtig, sachlich und fair zu bleiben und auf eine saubere Argumentation zu achten, um nicht Gefahr zu laufen, selbst zu manipulieren. 2. Des Weiteren sollte man darauf achten, ein gewisse Ruhe und Gelassenheit auszustrahlen, um sich selbst unangreifbarer zu machen, da der Umgang mit Manipulation oft Nervensache ist. 3. Es ist ein wichtiger Schritt, selbst zu agieren und nicht auf die eigene kausale Reaktion angewiesen zu sein. So kann immer die Kontrolle über das Gespräch behalten werden. 4. Es gilt also, die Initiative zu übernehmen. Beharrlich kommt man so ans Ziel. 5. Auch sollte man vermeiden, Personen voreilig in Schubladen zu stecken. Von diesem Zeitpunkt an wird es schwierig, das Gespräch positiv zu wenden. Besser ist es, sich auf konkrete Verhaltensweisen zu konzentrieren. 6. Abschließend soll eine goldene Brücke gebaut werden, um dem Gespräch die Möglichkeit zu geben, einen sachlichen und lösungsbezogenen Verlauf zu nehmen, auch wenn sich der Gesprächspartner zuvor daneben benommen hat.
Manipulation im Arbeitsleben
Manipulation am Arbeitsplatz kann in den verschiedensten Formen vorkommen. Ob Vorgesetzter - Mitarbeiter, Mitarbeiter - Vorgesetzter oder Mitarbeiter - Mitarbeiter, für alle Konstellationen sind genügend Beispiele bekannt, die tagtäglich in den Betrieben beobachtet werden können. Grundlegend kann in drei Absichten unterschieden werden: Der Manipulator will sich beliebt machen
Manipulatoren wenden verschiedene Taktiken an, um sich bei anderen beliebt zu machen, weil diese Personen ihnen Vorteile verschaffen oder in anderer Form für die Verbesserung der beruflichen Situation wichtig sein könnten.
Das erfolgt zum einen durch Einschmeicheln. Hierbei wird gezielt Lob und Anerkennung ausgesprochen, ohne dies ernsthaft so zu empfinden. Es wird nur das gesagt, was der Manipulierte hören will.
Zum anderen versucht sich der Manipulator für seinen Gegenüber interessant zu machen. Die Psychologie hat herausgefunden, dass ähnliche Einstellungen und Werte einer anderen Person dazu führen, dass sie attraktiv und interessant wahrgenommen wird. Da macht sich der Manipulator zunutze und heuchelt gezielt Ähnlichkeit vor. Der Manipulator will andere zu Handlungen zwingen
Besonders beliebt sind Techniken, die darauf zielen, dass die manipulierte Person etwas für den Manipulator tut.
So erweist der Manipulator einer bestimmten Person einen besonderen Gefallen, in der Hoffnung, diesen in ähnlicher Form an entsprechender Stelle zurückfordern zu können und baut so emotionalen Druck auf.
Alternativ wird Mitleid künstlich erzeugt, um das Helfersyndrom des „Opfers“ zu aktivieren. Das kann durch das Eingestehen von Fehlern, Tränen oder das Hervorrufen von Emotionen geschehen, die gezielt eingesetzt werden, um den mitfühlenden Gegenüber auszunutzen.
Manipulator will anderen Schaden zufügen
Besonders fies wird es dann, wenn der Manipulator eine andere Person schädigen will, weil er sie als Konkurrent oder Feind ansieht. Das geschieht in der Realität vorwiegend durch Gerüchte, Schuldzuweisungen und Intrigen.
Gerüchte sind unbestätigte Informationen, die sich meist in Windeseile verbreiten und gerne mit unschuldiger Miene in die Welt gesetzt werden.
Bei der Schuldzuweisung wartet der Manipulator einen geeigneten Moment ab, um eine nicht optimal laufende Sache der Person gezielt vorzuwerfen.
Eine intrigante Person spannt einen Dritten als Werkzeug ein, der dem Gegner nahesteht und so an Insiderinformationen gelangt, die dann destruktiv verwertet werden.
Typische Manipulationstechniken
Generell basiert beruflicher Erfolg in Zeiten des steigenden Konkurrenzdrucks nicht mehr ausschließlich auf fachlicher Kompetenz. Längst bilden eine gute Menschenkenntnis und soziale Kompetenzen den Grundstein, um den Umgang mit Vorgesetzten, Kollegen, Geschäftspartnern und Kunden zu optimieren. Hierbei finden auch Manipulationstechniken und psychologischer Tricks Anwendung, um den Gegenüber in die „richtige“ Richtung zu lenken. Einige dieser werden im folgenden Kapitel vorgestellt.
Grundlegend können Manipulationstechniken in verschiedene Grundstrategien eingeordnet werden, die sich nach der Strategie bzw. der Absicht des Manipulators richten. Diese vier Grundstrategien werden nachfolgend vorgestellt:
Blockadestrategie
Mit der Blockadestrategie möchte der Manipulator verhindern, dass sein Gesprächspartner sein Ziel erreicht. Er möchte in der Regel im Gespräch bleiben, verfolgt darüber hinaus aber kein eigenes Ziel-
Eine Blockade kann defensiv/passiv durchgeführt werden, sie kann aber auch offensiv/aktiv angegangen werden.
Eine defensive/passive Blockade zeichnet sich dadurch aus, dass der Manipulator energisch auf seinem Standpunkt beharrt, jegliche Erklärung für seine Meinung bzw. für sein Handeln verweigert und Informationen blockiert. Er gibt keine Antwort auf Fragen, will den Standpunkt der anderen Partei nicht verstehen und versteckt sich hinter Scheininteressen.
Dem gegenüber steht die offensive Blockade, die aktiv das „Opfer“ beeinflusst. So lenkt der Manipulator vom eigentlichen Streitthema ab, indem er Nebenschauplätze eröffnet, versteht absichtlich entscheidende Aussagen falsch und bringt Scheinargumente. Des Weiteren ist es bei dieser Strategie typisch, dass viel geredet und doch nichts gesagt wird, wodurch das Ganze aufgebauscht wird.
Durchsetzungsstrategie
Mit Hilfe der Durchsetzungsstrategie will der Manipulator im Gespräch bleiben und mit allen Mitteln sein Ziel erreichen. Er kann dabei überzeugungsorientiert vorgehen, indem er Argumentationsfallen, Scheinargumente und Überredungstaktiken benutzt. Er kann aber auch eine Durchsetzungsmethode verfolgen, die nicht-überzeugsungsorientiert ist. Demnach unterscheiden wir hier bei der Durchsetzungsstrategie zwischen überzeugungsorientierten und nicht-überzeugungsorientierten Vorgehensweisen.
Wenn die überzeugungsorientierte Vorgehensweise angewendet wird, schmeichelt der Manipulator der Gegenpartei in der Regel und macht ihr auf emotionaler Ebene Zugeständnisse, die zu Gegenleistungen auf sachlicher Ebene führen sollen. Des Weiteren wird die eigene Autorität ausgespielt, um den Gegenüber einzuschüchtern und zu verunsichern, um dann die eigene Lösung als Rettungsanker anbieten zu können.
Dagegen ist die nicht-überzeugungsorientierte Vorgehensweise um einiges radikaler, da hier gedroht, gelogen und erpresst wird, um persönlich anzugreifen und die Emotionen aufschaukeln zu lassen. Auch ist es hier üblich, Zeitdruck und ein schlechtes Gewissen zu erzeugen, indem Scheinkonzessionen gemacht werden und der Gegenstand als nicht verhandelbar abgetan wird.
Sabotage im Gespräch
Sabotage im Gespräch bedeutet, dass der Manipulator das Gespräch platzen lassen will, ohne aber die Verantwortung dafür übernehmen zu wollen.
Dafür gibt es zahlreiche mögliche Situationen und Szenarien. Typisch sind hierbei, dass der Manipulator als treibende Kraft Beleidigungen und Unterstellungen äußert, um so den Gesprächsabbruch zu provozieren und zu forcieren. Das kann auch gelingen, indem Zeitdruck oder ein schlechtes Gewissen erzeugt, gelogen oder einen Termin vorgetäuscht wird, den man angeblich vergessen hatte, um das Gespräch schnell zu beenden. Häufig wird auch die emotionale Ebene angesprochen und letztendlich auch ausgenutzt, indem man Tränen fließen lässt oder einen Gefühlsausbruch des Gegenübers als legitime Reaktion deklariert.
Sabotage nach dem Gespräch
Besonders frustrierend ist es, wenn der Manipulator sich im Gespräch zwar durchaus kooperativ zeigt, nach dem Gespräch aber Sabotage betreibt und die vereinbarten Ergebnisse, Lösungen, Maßnahmen etc. zum Scheitern bringt oder unterläuft.
So können zum Beispiel Vereinbarungen uminterpretiert oder schlichtweg nicht eingehalten werden, Hindernisse und Blockaden aufgebaut werden. Besonders schlimm wird es, wenn bei Dritten gehetzt oder intrigiert wird, um den Betroffenen in ein möglichst schlechtes Licht zu rücken.
Jedoch ist es nicht leicht zu erkennen, ob jemand nach einem Gespräch Sabotage betreiben wird. Man sollte aufpassen, nicht vorschnell zu einem Urteil zu kommen. Daher wird man über einen etwas längeren Zeitraum hinweg beobachten müssen, wie sich der Gesprächspartner verhält. Vor allem ist es wichtig, dass die Vereinbarungen so präzise und unmissverständlich wie möglich sind. Es könnte dabei eine hilfreiche Methode sein, Vereinbarungen schriftlich zu fixieren.
Abwehrtechniken
Hier werden nun einige wirkungsvolle Abwehrmethoden bzw. Kommunikationstechniken vorgestellt, die effizient eingesetzt werden können, falls eine Manipulation vorliegt.
Fragen und zuhören
Fragen und zuhören gehören zu jeder gelungenen Unterhaltung, sie sind selbstverständliche Elemente unserer täglichen Gespräche. Richtiges Fragen und Zuhören sind unerlässlich, will man geschickt auf Manipulationsversuche reagieren und der Manipulation entgegenwirken.
Der bewusste Umgang mit Fragen ist eines der zentralen Elemente der Kommunikation. Meistens werden Fragen als Kommunikationsmittel unterschätzt. Viele Menschen haben das Gefühl, wenn sie zunächst nur Fragen stellen und nicht sofort einen eigenen Standpunkt formulieren, würden sie Chancen verpassen, sich im Gespräch durchsetzen. Das Gegenteil ist der Fall: Durch Fragen werden die Chancen erhöht, eine positive Beziehung zu dem Gesprächspartner aufzubauen und das Gesprächsziel zu erreichen. Durch Fragen wird dem Gesprächspartner nämlich Wertschätzung erwiesen und es ist bekannt, dass es jedem Mensch gefällt, wenn ihm Respekt und Wertschätzung entgegengebracht wird.
Das Gegenstück zum Fragen ist natürlich das Zuhören. Einfühlsames Zuhören spielt eine entscheidende Rolle in der Gesprächsführung und beim Umgang mit Manipulation. Es ist in erster Linie eine Sache der inneren Einstellung und keine bloße Technik. Zuhören erfordert enorme Konzentration und ist daher eine der anstrengendsten Kommunikationsmethoden. Doch man kann professionelles Zuhören üben und trainieren. Die Grundregel lautet: Man muss dem anderen zeigen, dass man zuhört. Dies kann schweigend, aktiv oder auch mittels Aufmerksamkeitsreaktionen erfolgen.
Ignorieren und Weitermachen
Ignorieren und weitermachen ist die zurückhaltendste Reaktion auf eine erkannte Manipulationstechnik. Die Person geht in diesem Fall schlicht und einfach nicht auf den Manipulationsversuch ein und übergeht die betreffende Äußerung. So wird der Gesprächspartner gewarnt, ohne sein Gesicht zu verlieren.
Dabei sollte man den Gesprächspartner ruhig merken lassen, dass man sehr wohl wahrgenommen hat, dass er es versucht hat. Dies kann durch eine nachdenkliche Pause im Gespräch oder einen betont konstruktiven Beitrag zum eigentlichen Gespräch erfolgen.
Dumm stellen und Band zurückspulen
Wenn man sich dumm stellt, reagiert man zwar auf den Manipulationsversuch, aber man interpretiert ihn offiziell als ein Missverständnis oder eine kleine Verwirrung. Bevor das Gespräch fortgeführt werden kann, muss das Missverständnis geklärt bzw. die Verwirrung beseitigt werden. Damit kann vermieden werden, den Gesprächspartner als Manipulator zu outen - die Person kann ihr Gesicht wahren und hat ein elegantes Warnsignal erhalten.
Schallplatte mit Sprung
Wenn man merkt, dass der Gesprächspartner vom Thema ablenken möchte, um einzuschüchtern, anzugreifen, reizen oder zu überrumpeln, kann es sehr hilfreich sein, die Schallplatte mit Sprung aufzulegen. Hierbei sollte man immer wieder betonen, was man will, worauf es einem ankommt, was wichtig ist und was man fragen möchte. Jedoch muss man die Schallplatte mit Sprung, wie alle anderen Gesprächstechniken, gewissenhaft üben. Denn schon von Kindesbeinen an wird uns abtrainiert, direkt und hartnäckig zu sein. Die Schallplatte mit Sprung ist jedoch moralisch einwandfrei. Man macht ausschließlich von dem Recht Gebraucht, das zu sagen, was man will.

Perspektive wechseln
Auch diese Schutztechnik ist im Prinzip sehr einfach. Man antwortet nicht direkt auf einen Manipulationsversuch, sondern lädt den Gesprächspartner ein, die Situation mit den Augen eines Dritten zu sehen. Man führt also ganz bewusst einen Perspektivwechsel herbei.
Aus der Situation treten
Manchmal ist es zur Abwehr von Manipulationstechniken am besten, das Gespräch entschlossen zu unterbrechen und den Manipulationsversuch offen anzusprechen. Der Kernpunkt dieser Methode ist, dass der Manipulationsversuch direkt angesprochen und identifiziert wird. Bevor man dies jedoch tut, sollte man das Gespräch deutlich erkennbar unterbrechen. Dies ist wichtig, damit die Sachebene des Gesprächs nicht mit der Beziehungsebene der Gesprächsteilnehmer vermischt werden kann. Nimmt man diese Trennung nicht deutlich genug vor, können sich das eigentlich Gesprächsthema und die Frage danach, wie miteinander im Gespräch umgegangen wird, so ineinander verschränken, dass nicht mehr erkennbar ist, worum es eigentlich geht.

Schluss
Wie man sieht formen Lügen und Täuschungen einen wichtigen Bestandteil des normalen Lebensalltags. Es ist wichtig, sich dieser Tatsache bewusst zu werden und den Lügen mit einem kritischeren Blick gegenüberstehen. Durch Lügen werden wichtige Informationen oder Gefühle vorenthalten und das Gegenüber gezielt in eine Richtung manipuliert. Es ist eine große Hilfe zu wissen, welche Merkmale und Verhaltensweisen auf eine Täuschung hindeuten. Dadurch kann man sich zum einen davor schützen, Opfer einer solchen Manipulation zu werden, zum anderen erlangt man die Fähigkeit das Gegenüber erfolgreicher in eine Richtung zu lenken. Diese Fähigkeit hat vor allem im Arbeitsalltag große Bedeutung, da es wichtig ist, die Intensionen der Geschäftspartner zu durchschauen oder sie von einer bestimmten Strategie zu überzeugen.
Obwohl Lügen auch viele Situationen des Soziallebens erleichtern und dabei helfen den normalen Lebensalltag zu bestreiten, sollten sie dort kontrollierter und seltener eingesetzt werden. Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit ist eine Eigenschaft, die sich der Mensch bewahren sollte, auch wenn es manchmal schwer ist.

Quellen
Internetquellen
* http://typischich.at/home/gesundheit/psyche/552450/So-verhindern-Sie-das-Rotwerden?id=6512 * http://www.t-online.de/lifestyle/gesundheit/id_16741918/medizinforschung-forscher-untersuchen-die-angst-vorm-rotwerden.html * http://www.kleinezeitung.at/sport/fussball/sturm/2460766/zuletzt-waren-richtig-schlecht.story * http://de.123rf.com/lizenzfreie-bilder/boss.html * http://de.123rf.com/lizenzfreie-bilder/verachtung.html * http://www.sueddeutsche.de/kultur/tv-kritik-verona-pooth-bei-kerner-ich-bin-belastet-und-ungluecklich-1.285759 * http://www.italien-gui.de/kultur/ * http://www.duden.de * http://de.pons.com/ * http://www.kicker.de/news/fussball/intligen/startseite/575342/artikel_eigenartig_plovdivs-spieler-muessen-an-den-luegendetektor.html * http://www.mitarbeiter-fuehren.de/koerpersprache/2969-koerpersprache-taeuschen.html * http://universal_lexikon.deacademic.com/44764/L%C3%BCgendetektor * http://www.heise.de/tp/artikel/19/19327/1.html * http://www.morgenpost.de/web-wissen/article106305867/jeder-mensch-luegt-mindestens-zwei-mal-am-tag.htmlmindestens-zwei-mal-am-tag.html <21.07.2014> * http://www.planet-wissen.de/alltag_gesundheit/psychologie/egoismus/manipulation.jsp<21.07.2014 * http://www.welt.de/gesundheit/psychologie/article106292192/die-ganze-wahrheit-ueber-das-luegen.htmlheit-ueber-das-luegen.html <21.07.2014> * http://web.de/magazine/beruf/karriere/5691216-manipulation-arbeitsplatz.html <21.07.2014> * http://arbeits-abc.de/manipulationund-beeinflussung-psychologische-tricks-im-beruf// <21.07.2014> * http://www.sekretaria.de/rat_und_tat/news/ohb_main/karriere_weiterbildung/soft_skills/psychologie_im_office_3_manipulation_nicht_mit_ihnen--a-10401.htmlkills/psychologie_im_office_3_manipulation_nicht_mit_ihnen--a-10401.html <21.07.2014> * 0508B9128FFEDD69449D1736DAA5C.jpg (500×300) (2011). Online verfügbar unter http://db3.stb.s-msn.com/i/66/0508B9128FFEDD69449D1736DAA5C.jpg, zuletzt aktualisiert am 26.01.2011, zuletzt geprüft am 21.07.2014. * http://www.20min.ch/diashow/44701/newbury3273-c35be45ad2634501aab895cd3241d2f0.jpg
Literatur
* Edmüller, Andreas; Wilhelm, Thomas. (2010): Manipulationstechniken. Planegg. * Rückle, Horst (1998): Körpersprache für Manager. [Kunden richtig verstehen, Mitarbeiter besser führen, Geschäftspartner leichter überzeugen]. Landsberg/Lech: Verl. Moderne Industrie.

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Der Verstoß Gegen Die Guten Sitten

...Der Verstoß gegen die "guten Sitten" Einleitung Der Rechtsbegriff der „guten Sitten“ findet sich in den sogenannten Generalklauseln §§ 138, 826 BGB. Die folgenden Darstellung geht zunächst auf die generelle Funktion der „Generalklausel“ im Rechtssystem ein und beschreibt die historische Entwicklung des Begriffs der „guten Sitten“. Anschließend wird die heutige Anwendung dieses Begriffs in den §§ 138, 826 BGB anhand der wesentlichen Fallgruppen beschrieben. II. Generalklauseln 1. Begriff Generalklauseln werden genutzt, „um durch allgemein gehaltene Formulierungen möglichst viele Tatbestände zu erfassen“. Ihre Funktion ist „den Gesetzeswortlaut von der Belastung mit detaillierten Merkmalen“ freizuhalten, „zugleich aber die Gefahr ungewollter Einengung des Anwendungsbereichs“ zu vermeiden.[1] 2. Anwendung In einer Gesellschaft, die sich täglich entwickelt und verändert, ist es unmöglich, für jeden Sachverhalt eine passende Norm zu erschaffen, eine sogenannte kasuistische Gesetzgebungstechnik [2] ist nicht praktikabel. Vielmehr bedarf es einer Reihe an Normen, die durch ihre weite Auslegungsmöglichkeit bestimmte Sachverhalte erfassen können und somit eine ständige Gesetzesänderung unnötig machen. Zu diesen Normen gehören auch die §§ 138, 826 BGB. Der für diese Bestimmungen zentrale Begriff der „guten Sitten“ verlangt eine Einhaltung der gültigen gesellschaftlichen Sozialmoral. Diese orientiert sich an dem „Anstandsgefühl aller......

Words: 5437 - Pages: 22

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Physik Pl

...LI-Handreichung Die Präsentationsleistung und die Präsentationsprüfung in der Profiloberstufe Handreichung und Arbeitshilfe für die Schulen Hamburg Impressum Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung, Felix-Dahn-Straße 3, 20357 Hamburg Autorin: Brigitte Wippermann Mitarbeit: Elisabeth Greef, Bettina Neumann, Anna Rieger, Dr. Jochen Schnack Titelbild: Alexander Plunkett Layout: Jochen Möhle Hamburg, Februar 2014, 3. überarbeitete Auflage Auflage 3000 Druck: Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration Inhalt 1. 2. 2.1 2.2 3. 3.1 3.2 3.3 3.4 3.4.1 3.4.2 3.4.3 3.5 3.6 3.7 4. 4.1 4.2 4.3 4.4 5. 6. 7. Einleitung ..............................................................................................................2 Die Bedeutung der Präsentationsleistung und Präsentationsprüfung in der Studienstufe ...............................................................................................3 Präsentationsleistung und selbstorganisiertes Lernen .................................................... 3 Rechtliche Vorgaben ......................................................................................................... 5 Die Präsentationsleistung als Klausurersatzleistung ...........................................6 Vorschläge für organisatorische schulinterne Festlegungen ........................................... 6 Die Themenfindung für Präsentationsleistungen im Unterricht .................................... 7 Die Beratung......

Words: 14047 - Pages: 57

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Methoden Empirischer Sozialforschung - Die Beobachtung

...Lehrstuhl für ABWL und Logistikmanagement Lehrstuhlinhaber: Prof. Dr. Herbert Kotzab Hausarbeit im Seminar Methoden empirischer Sozialforschung Thema: Wissenschaftliche Beobachtung von: Bart, Dennis - 2796944 Burlaka, Danilo - 2754658 Geuking, Tim - 2852411 Kurtz, Hannes - 2717967 Schmidt, Kathleen - 2743206 Studiengang: Betriebswirtschaftslehre/Wirtschaftswissenschaften Adresse: Schönhausenstraße 21, 28203 Bremen (Hannes Kurtz) Betreuer: Prof. Dr. Kotzab; Herr Wünsche Bearbeitungszeit: 14.10.2014 – 16.03.2015 1 Inhaltsverzeichnis Inhaltsverzeichnis ............................................................................................................................ I Abbildungsverzeichnis ................................................................................................................. II Tabellenverzeichnis ..................................................................................................................... III 1. Einleitung ...................................................................................................................................... 1 . 1.1 Thematik .............................................................................................................................................. 1 1.2 Vorgehensweise ................................................................................................................................. 1 2. Beobachtung ....................

Words: 8164 - Pages: 33

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French

...Französisch – Vokabeln Basiswortschatz: Abschnitt 1 bis 10: Abschnitt 1 on homme (m) à raison de grand connaître quoi afin de pour, afin que, pour que un quel quelle, qui savoir l'enfant (m) trois une prendre être obligé cinq le néant que naviguer, aller en véhicule quatre pour, afin de et petit venir (25 Vokabeln) man Mensch; Mann à, je, zu groß kennen was damit, dass ein gewisser, einer, irgend einer, irgendwer, jemand; ein, eine, eins der, die, das; welcher, welche, welches; was für ein, welch; wer der, die, das; welcher, welche, welches; wer wissen Kind drei ein, eine, eins fassen, nehmen müssen, sollen fünf nichts dass; als fahren vier für, um, um zu und gering, klein kommen (25 Vokabeln) sein keiner, keine, keines; niemand wo; wohin zwei sechs darüber; da, dort Tag kein, nicht da, weil; denn enden, endigen Fett Basiswortschatz: Abschnitt 1 bis 10: Abschnitt 2 être personne où deux six y journée, jour non vu que, parce que, car, attendu que, puisque se terminer, prendre fin la graisse brun le peuple léger la Chinoise tenir manger, déjeuner le wagon s'appeler la guerre c'est-à-dire, soit le film le thé l'estomac (m) totalement Basiswortschatz: Abschnitt 1 bis 10: Abschnitt 3 pouvoir le décembre le Rhin quotidien, journalier l'Amérique du Sud (f) le pays c'est pourquoi fou à peine, ne ... guère le chat le lapin l'usine (f) la laine l'Angleterre (f) l'examen (m) la colère le caractère après embaucher la gazette le mai le trou l'épingle (f) déjà le mois......

Words: 32330 - Pages: 130

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Baker

...‫‪ADOBE SYSTEMS INCORPORATED‬‬ ‫اﺗﻔﺎﻗﻴﺔ رﺧﺼﺔ ﺑﺮﻧﺎﻣﺞ آﻤﺒﻴﻮﺗﺮ ﺷﺨﺼﻲ‬ ‫1. اﻹﻗﺮار ﺑﻌﺪم اﻟﻤﺴﺆوﻟﻴﺔ ﻓﻲ اﻟﻀﻤﺎن واﺗﻔﺎﻗﻴﺔ اﻻﻟﺘﺰام واﻟﺸﺮوط واﻷﺣﻜﺎم اﻹﺿﺎﻓﻴﺔ.‬ ‫1-1 اﻹﻗﺮار ﺑﻌﺪم اﻟﻤﺴﺆوﻟﻴﺔ ﻓﻲ اﻟﻀﻤﺎن. ُﺴﻠﻢ ﻟﻚ اﻟﺒﺮﻧﺎﻣﺞ وﻣﻌﻠﻮﻣﺎت أﺧﺮى "آﻤﺎ هﻲ" وﺑﺠﻤﻴﻊ اﻟﻌﻴﻮب. ﻻ ﺗﻜﻔﻞ، وﻻ ﺗﺴﺘﻄﻴﻊ أن‬ ‫ﻳ‬ ‫ﺗﻜﻔﻞ، ﺷﺮآﺔ ‪ ،Adobe‬وﻣﻮردوهﺎ وﺟﻬﺎت ﻣﻨﺢ اﻟﺘﺮﺧﻴﺺ ﺑﺎﺳﻤﻬﺎ، اﻷداء أو اﻟﻨﺘﺎﺋﺞ اﻟﺘﻲ ﻳﻤﻜﻦ أن ﺗﺤﺼﻞ ﻋﻠﻴﻬﻤﺎ ﻣﻦ ﺧﻼل اﺳﺘﺨﺪام‬ ‫اﻟﺒﺮﻧﺎﻣﺞ، ﺧﺪﻣﺎت ﺳﻠﻄﺔ ﻣﻨﺢ اﻟﺘﺮﺧﻴﺺ أو ﻋﺮوض أي ﻃﺮف ﺛﺎﻟﺚ ﺁﺧﺮ. وﺑﺎﺳﺘﺜﻨﺎء ﻣﺎ ﻳﻜﻮن ﺧﺎﺻﺎ ﺑﺄي ﺿﻤﺎن أو ﺷﺮط أو ﺗﻌﻬﺪ أو‬ ‫ً‬ ‫ﺷﺮط ﻻ ﻳﻤﻜﻦ اﺳﺘﺜﻨﺎؤﻩ أو ﺗﺤﺪﻳﺪﻩ ﺑﻤﻮﺟﺐ اﻟﻘﺎﻧﻮن اﻟﻤﻌﻤﻮل ﺑﻪ ﻓﻲ ﺟﻬﺔ اﻻﺧﺘﺼﺎص اﻟﻘﻀﺎﺋﻲ اﻟﺘﻲ ﺗﺘﺒﻌﻬﺎ، ﻓﺈن ‪Adobe‬وﻣﻮر ّﻳﻬﺎ وﺟﻬﺎت‬ ‫د‬ ‫ﻣﻨﺢ اﻟﺘﺮﺧﻴﺺ ﺑﺎﺳﻤﻬﺎ ﻟﻦ ﻳﻘﺪﻣﻮا أﻳﺔ ﺿﻤﺎﻧﺎت أو ﺷﺮوط أو ﺑﻴﺎﻧﺎت ﺗﻤﺜﻴﻞ أو أﺣﻜﺎم، )ﺻﺮﻳﺤﺔ أم ﺿﻤﻨﻴﺔ، ﺳﻮاء ﺑﻤﻮﺟﺐ اﻟﺘﺸﺮﻳﻊ أو‬ ‫اﻟﻘﺎﻧﻮن اﻟﻌﺎم أو اﻟﻌﺮف أو اﻻﺳﺘﺨﺪام أو ﻏﻴﺮ ذﻟﻚ( ﻣﻤﺎ ﻳﺘﻌﻠﻖ ﺑﺄﻳﺔ ﻣﺴﺎﺋﻞ أﺧﺮى، وﻳﺸﻤﻞ ذﻟﻚ وﻟﻜﻨﻪ ﻻ ﻳﻘﺘﺼﺮ ﻋﻠﻰ، ﻋﺪم اﻻﻧﺘﻬﺎك ﻟﺤﻘﻮق‬ ‫أﻃﺮاف ﺛﺎﻟﺜﺔ أو اﻟﻤﻠﻜﻴﺔ أو ﻗﺎﺑﻠﻴﺔ اﻟﻌﺮض ﻟﻠﺴﻮق أو اﻟﺘﻜﺎﻣﻞ أو اﻟﺠﻮدة اﻟﻤﺮﺿﻴﺔ أو اﻟﻤﻼءﻣﺔ ﻷي ﻏﺮض ﻣﺤﺪد وﺧﺎص. ﺗﺴﺮي ﻧﺼﻮص‬ ‫اﻟﺒﻨﺪﻳﻦ 1.1 و01 ﻓﻲ ﺣﺎل إﺑﻄﺎل هﺬﻩ اﻻﺗﻔﺎﻗﻴﺔ، ﺑﻐﺾ اﻟﻨﻈﺮ ﻋﻦ آﻴﻔﻴﺔ ﺣﺪوث ذﻟﻚ، ﻟﻜﻦ ذﻟﻚ ﻻ ﻳﻌﻨﻲ وﻻ ﻳﻨﺸﺄ أي ﺣﻖ ﻣﺘﻮاﺻﻞ ﻻﺳﺘﺨﺪام‬ ‫هﺬا اﻟﺒﺮﻧﺎﻣﺞ ﺑﻌﺪ إﺑﻄﺎل هﺬﻩ اﻻﺗﻔﺎﻗﻴﺔ.‬ ‫1-2 اﺗﻔﺎﻗﻴﺔ اﻻﻟﺘﺰام: ﻋﻨﺪ ﻗﻴﺎﻣﻚ ﺑﺎﺳﺘﺨﺪام أو ﻧﺴﺦ أو ﺗﻮزﻳﻊ آﻞ أو أي ﺟﺰء ﻣﻦ ﺑﺮﻧﺎﻣﺞ ‪ ،Adobe‬ﻓﺄﻧﺖ ﺑﺬﻟﻚ ﺗﻮاﻓﻖ ﻋﻠﻰ وﺗﻘﺒﻞ ﺟﻤﻴﻊ‬ ‫أﺣﻜﺎم وﺷﺮوط هﺬﻩ اﻻﺗﻔﺎﻗﻴﺔ، ﺑﻤﺎ ﻓﻲ ذﻟﻚ، وﻋﻠﻰ وﺟﻪ اﻟﺘﺤﺪﻳﺪ، اﻟﻨﺼﻮص اﻟﺘﺎﻟﻴﺔ:‬ ‫اﻻﺳﺘﺨﺪام )ﺑﻨﺪ 3(‬‫ﻧﻘﻞ اﻟﻤﻠﻜﻴﺔ )ﺑﻨﺪ 5(‬‫اﻻﺗﺼﺎل ﺑﻴﻦ اﻷﺟﻬﺰة واﻟﺨﺼﻮﺻﻴﺔ )ﺑﻨﺪ 7( ﻳﺸﻤﻞ:‬‫ ﻋﻤﻠﻴﺎت اﻟﺘﺤﺪﻳﺚ،‬‫ اﻟﺘﺨﺰﻳﻦ اﻟﻤﺤﻠﻲ،‬‫ ﻣﺪﻳﺮ اﻹﻋﺪادات،‬‫ ﺗﻘﻨﻴﺔ اﻻﺗﺼﺎل ﻋﺒﺮ ﺷﺒﻜﺎت......

Words: 151760 - Pages: 608